FCS vor Endspurt: "Können jetzt nichts mehr verlieren"

Im Endspurt der Saison wird der 1. FC Saarbrücken weiter um den vierten Platz kämpfen. Cheftrainer Uwe Koschinat gab aber auch zu bedenken, welche psychologische Last auf den Spielern liegt. Gegen Viktoria Berlin (Freitag, 19 Uhr) will er wieder die nötigen Prozente mobilisieren, um aus einer knappen Niederlage zumindest wieder einen knappen Sieg zu machen.

"Nicht wegzudiskutieren"

Vor vier Wochen scheiterten die Saarländer im Viertelfinale des Landespokals. Seitdem folgten vier weitere Spiele in der Liga ohne Sieg, sodass auch der vierte Platz – und damit die Qualifikation für den DFB-Pokal – in die Ferne gerückt ist. Seit Wochen tritt der FCS auf der Stelle. Cheftrainer Uwe Koschinat will nochmal angreifen: "Wir wollen nichts unversucht lassen, um diesen vierten Platz noch zu erreichen. Wir sind nicht mehr in der Situation, in der wir lange waren, dass wir die attraktiven Plätze verteidigen können, sondern müssen sie jetzt attackieren." Der erste Schritt soll am Freitagabend in Berlin gelingen.

Vier Punkte sind die Saarländer hinter 1860 München und dem VfL Osnabrück. Mit einem Sieg in Berlin kann der FCS zumindest Druck ausüben. Dazu muss zunächst der eigene Kopf frei werden. "Der psychologische Faktor ist nicht wegzudiskutieren", erörterte Koschinat. "Wir mussten nach der Niederlage gegen Kaiserslautern eingestehen, dass es diese Saison noch nicht reicht. Diesen Rückschlag musst du erstmal verkraften." Die unterschiedlichen Charaktere in der Mannschaft nehmen das unterschiedlich auf, so der Übungsleiter. Unter den Spielern folgten daher auch lautere Worte im Training, was für Koschinat in der Situation aber völlig normal sei.

Geht um gutes Gefühl und Prämien

"Das Frustpotential ist da. Auch das darf man nie verleugnen. Das ist typisch für eine ehrgeizige Mannschaft", stellte sich Koschinat vor sein Team. Auch die Spieler verstehen die Situation. "Die Jungs sind ja nicht blöd. Sie merken selbst, dass wir lange oben dran waren und wir eine unglaublich anstrengende Saison hinter uns haben", so der 50-Jährige. Das habe nicht nur im Umfeld, sondern auch innerhalb der Mannschaft logischerweise Erwartungen geweckt, die jetzt nicht erfüllt werden. "Alles, was wir uns aufgebaut haben, haben wir ein stückweit sportlich verspielt. Der Umgang mit der Situation ist bei jedem anders. Keinem war die Situation der letzten Wochen egal", versicherte Koschinat.

Ein Erfolg in Berlin könnte die Stimmung beim FCS noch einmal verbessern. Dazu will sich der Cheftrainer auf keine Experimente einlassen, zumal es für die Viktoria noch um den Klassenerhalt geht – und die Fairness gegenüber dem Wettbewerb bei Koschinat weiterhin groß geschrieben wird. "Ich möchte, dass die besten Spieler auf dem Platz stehen, die ich aufgrund der letzten Eindrücke, der Trainingseinheiten und der Idee für das Spiel auch nominieren kann", erklärte Koschinat. Aus seinem Team will er wieder die entscheidenden Nuancen herauskitzeln. "Wenn diese Prozente fehlen, dann machen sie aus einem 2:1-Sieg eine 1:2-Niederlage", blickte Koschinat auf das Spiel gegen Verl zurück.

Zeit fehlt weiterhin

Und Tobias Jänicke fasste es treffend zusammen: "Wir können jetzt nichts mehr verlieren, aber wir können den vierten Platz noch gewinnen." Immerhin geht es neben dem guten Gefühl auch um Prämien, wie der Offensivspieler hinzufügte. Rückkehrer aus dem Lazarett gibt es derweil nicht, sodass Adriano Grimaldi (Achillessehnenprobleme), Pius Krätschmer (Oberschenkelprobleme) und Manuel Zeitz (Leistenprobleme) weiterhin nicht zur Verfügung stehen.

   

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