FCS feiert historischen Saisonstart: "Haben wieder daran geglaubt"

Zweites Heimspiel, zweites Mal Ekstase pur im Ludwigspark! Wie schon beim Saisonauftakt gegen den SC Verl sicherte sich der 1. FC Saarbrücken mit einem Tor in der Nachspielzeit den 1:0-Erfolg. Dieses Mal gegen die zweite Mannschaft des BVB. Als Lohn können die Saarländer den besten Saisonstart im Profifußball feiern.

Erst Glück, dann Jubel

Es war ein Zeitraum weniger Sekunden, der für die Partie am Mittwochabend entscheidend war: Zunächst verpasste Dortmunds Justin Njinmah eine Hereingabe und somit die Führung um Zentimeter (90.+2). Kurz darauf segelte eine Flanke in den Strafraum der Westfalen, wo FCS-Sturmbulle Adriano Grimaldi mit dem Kopf zur Stelle war und wie schon gegen Verl kurz vor dem Abpfiff das Siegtor erzielte (90.+3).

"Wir haben wieder daran geglaubt, nicht aufgegeben und bis zum Letzten verteidigt", war der Stürmer stolz auf die Leistung der Mannschaft. Nach dem Treffer war er überwältigt: "Ich hätte aus dem Stadion laufen können, ich hätte nach Hause laufen können, ich hätte hier blieben können – alles war im Kopf", erklärte er noch immer fasziniert vom Geschehenen bei "MagentaSport". Erneut ein Spiel so spät zu entscheiden, "zeigt, dass wir Gas geben können und wollen".

Bester Saisonstart im Profifußball

Mit nun neun Punkten aus drei Spielen und noch immer keinem Gegentor stehen die Saarländer nach drei Spielen auf Rang drei. Es ist der beste Saisonstart der Saarländer im Profifußball. "Wenn wir hier 0:0 rausgehen, ist es auch kein Weltuntergang. Aber so wurden wir belohnt", sagte der 31-Jährige. "Er ist hier eine Persönlichkeit geworden, die das Stadion auf eine ganz besondere Art und Weise mitnehmen kann", lobte Trainer Uwe Koschinat seinen Offensivspieler nach dem umkämpften Duell.

"Mittlerweile wissen alle Gegenspieler: Gegen den macht es ganz wenig Spaß." Er als Trainer habe den Vorteil mit einer Einwechslung Grimaldis auch die Spielweise umstellen zu können, "weil du auch auf brachiale Gewalt ein Tor zu erzielen kannst, nicht nur auf herausgespielte Art. Ich bin sehr froh, dass er wieder in diese Saison gefunden hat".

"Das war Traumfußball"

Positiv hervorheben wollte der Coach auch den Auftakt in die Partie. "Es war die perfekte erste Viertelstunde. Das war Traumfußball und hervorragendes Verteidigen." Auch die Offensivaktionen hatten Koschinat gefallen. Lediglich die Tore blieben aus. "Wie gegen Verl müssen wir uns vorwerfen, dass es einen klaren Mangel an Effizienz gegeben hat." Im zweiten Durchgang sei es ein "viel unruhigeres Spiel" gewesen. Der FCS habe "nicht mehr so die Kontrolle" gehabt. Deshalb sei der Sieg mit Blick auf die zweite Halbzeit und die große Chance des BVB glücklich gewesen.

Am kommenden Samstag geht es für die Saarländer zum Tabellenzweiten FC Ingolstadt. Ein echtes Topspiel, denn auch die Schanzer haben eine weiße Weste und noch keinen Gegentreffer kassiert. Mindestens eine Serie wird also definitiv reißen.

   

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