FCK vor dem Scheideweg: Keller droht, aber Mittelfeld winkt

Am Samstag startet der 1. FC Kaiserslautern gegen Viktoria Köln in die zweite Saisonhälfte. Cheftrainer Jeff Saibene kann nach der kurzen Vorbereitung beinahe auf alle Spieler zugreifen. Dennoch könnte sich der Luxemburger noch Veränderungen im Kader vorstellen – die Suche nach Verstärkung läuft.

"Typische Trainerfloskel"

Die Langzeitverletzten bei den Roten Teufeln sind weiterhin bekannt, sodass Jeff Saibene zum Auftakt im neuen Jahr beispielsweise auf Dominik Schad (Wadenbeinbruch) oder Lukas Gottwalt (Sprunggelenksfraktur) verzichten muss. Während Jannik Bachmann (Rot-Sperren) fehlen wird, sind Hikmet Ciftci und Nicolas Sessa wieder fit. Ob sie am Samstag zum Kader gehören werden, steht aber noch nicht fest. Seine Mannschaft sieht Saibene für die zweite Saisonhälfte derweil gewappnet. "Der Ehrgeiz ist groß", kündigte der Luxemburger in der ersten Pressekonferenz des Jahres an. Die Mannschaft sei "top-top-fit", wie auch extern festgestellt wurde: "Die Jungs hatten ein Programm für Zuhause, um zu arbeiten und zu laufen. Der Laktattest wurde vom DFB-Arzt analysiert, der uns wirklich sehr gute Noten gibt und unsere Fitness als sehr gut bewertet."

Genau drei Wochen nach dem letzten Pflichtspiel-Auftritt gegen den KFC Uerdingen ist der FCK bereit für Viktoria Köln. "Am Samstag geht es um Punkte, um wichtige Punkte", will Saibene keine Experimente wagen, denn die Situation für die Roten Teufel ist weiterhin angespannt. Nur zwei Zähler trennen den FCK von der Abstiegszone, mit einem Sieg kann das Team vom Betzenberg wiederum den Anschluss zum Mittelfeld schaffen. Saibene will deshalb "von Spiel zu Spiel" denken, wie es heißt: "Das ist eine typische Trainerfloskel, aber das wäre schon vernünftig, wenn wir so handeln würden." Gegen Köln will Saibene "diese Energie" aus dem Sieg gegen Uerdingen sehen: "Jeder muss alles abrufen und jeder für jeden alles geben."

Saibene legt nichts fest

Auf dem Transfermarkt gab es derweil noch keine Veränderung bei den Pfälzern. "Die Transferperiode läuft erst seit ein paar Tagen. Da kann man noch keine definitiven Beschlüsse fassen, da kann ich mir noch Änderungen vorstellen", wollte sich der FCK-Coach deshalb aber noch nicht auf einzelne Personalien festlegen. Während Angreifer Elias Huth weiterhin fest eingeplant ist, kann Lucas Röser den Klub verlassen. Aber auch hier kündigte Saibene an: "Röser ist bei uns im Training, aber er hat wenig gespielt, sodass eine Unzufriedenheit herrscht. Er verhält sich extrem korrekt, er ist ein loyaler, guter Junge. Wir schauen, wie es sich entwickeln wird."

Möglicherweise werden vereinzelte Spieler nun mehr Einsatzzeiten bekommen, weil die 3. Liga mit Beginn der Rückrunde zu fünf Auswechslungen zurückkehren wird. In Saibene findet die Regeländerung einen Befürworter: "Es gibt viele Spiele, viele Englische Wochen, immer wieder Verletzte. Deswegen muss man auf die Gesundheit schauen." Wer es in das finale Aufgebot schaffen wird und welches System der Luxemburger gegen Köln aufbietet, das ließ er sich zum Jahresstart wie gewohnt nicht entlocken.

 
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