FCK-Trainersuche: Lieberknecht und Kurz werden es wohl nicht

Nach nur vier Monaten ist Jeff Saibene beim 1. FC Kaiserslautern wieder Geschichte. Wer seine Nachfolge antreten wird, ist noch offen – der FCK will sich "zeitnah" äußern. Klar scheint nur: Torsten Lieberknecht und Marco Kurz werden es wohl nicht – das will "Sport1" erfahren haben.

Lieberknecht zuletzt beim MSV

Lieberknecht, der auch bei Viktoria Köln gehandelt wird, gilt als Wunschtrainer vieler Fans – doch scheinbar hat der FCK andere Pläne. Genauere Hintergründe nennt "Sport1" nicht. Der 47-Jährige stammt gebürtig aus Bad Dürkheim – und wuchs damit nur knapp 35 Kilometer von Kaiserslautern entfernt auf. Zudem war Lieberknecht einst als Spieler für den FCK aktiv und bestritt zwischen 1992 und 1994 immerhin 13 Bundesliga-Partien für die Roten Teufel. Außerdem kam er in der Saison 1992/1993 einmal im UEFA-Cup zum Einsatz.

Mit FCK-Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt arbeitete Lieberknecht zehn Jahre lang erfolgreich bei Eintracht Braunschweig zusammen und führte die Löwen von der 3. Liga in die Bundesliga. Zuletzt war der 47-Jährige zwischen Oktober 2018 und November 2020 beim MSV Duisburg aktiv und verpasste den Aufstieg in der vergangenen Saison nur knapp. In der laufenden Serie musste er nach nur acht Punkten aus acht Partien gehen. Bereits nach der Entlassung von Boris Schommers zu Saisonbeginn wurde Lieberknecht gehandelt.

Kein Kontakt mit Kurz

Genau wie Kurz, mit dem es sogar Gespräche gegeben hat, wie der 51-Jährige vor einer Woche im "SWR" bestätigte. Letztlich habe er jedoch abgesagt: "Ich war nicht überzeugt von der Konstellation. Ich selbst habe die Überzeugung, dass so ein Club 100 Prozent braucht. Und der Überzeugung war ich nicht. Wenn man so eine Aufgabe macht – und das ist ein ganz besonderer Verein für mich – dann muss die Konstellation stimmen und das hat aus meiner Sicht nicht gepasst." Dieses Mal soll es "Sport1" zufolge keinen Kontakt gegeben haben.

Kurz wäre am Betzenberg ebenfalls kein Unbekannter gewesen: Bereits zwischen Juni 2009 und März 2012 stand der gebürtige Stuttgarter beim FCK an der Seitenlinie, stieg mit den Pfälzern vor zehneinhalb Jahren in die Bundesliga auf und führte sie auf Rang sieben. Zuletzt war Kurz von April 2019 bis Januar 2020 in Australien tätig (Adelaide United und Melbourne Victory), seine letzte Station in Deutschland war Fortuna Düsseldorf. Allerdings hielt er sich bei den Rheinländern nur knapp drei Monate (Dezember 2015 bis März 2016). Derweil soll nach "Bild"-Angaben auch Uwe Koschinat (zuletzt Sandhausen) eher kein Thema sein.

Antwerpen und Ziegner auf der Liste?

Weiterhin im Rennen ist dagegen offenbar Marco Antwerpen. Der Fußballlehrer ist seit dem 9. November des vergangenen Jahres ohne Job, nachdem er nach nur fünf Partien bei Zweitliga-Schlusslicht Würzburger Kickers entlassen worden war. Die Ausbeute von einem Zähler war zu wenig für die Verantwortlichen des Aufsteigers. In der 3. Liga verfügt der 49-Jährige über die Erfahrung von 80 Spielen als Coach von Preußen Münster (57) und Eintracht Braunschweig. Mit den Niedersachsen war er in der vergangenen Saison in die 2. Bundesliga aufgestiegen, sein Vertrag wurde dennoch nicht verlängert.

Ein weiterer Kandidat ist offenbar Torsten Ziegner. Der 43-Jährige, der bereits im Sommer ein Thema war, trainierte zuletzt den Halleschen FC (Juli 2018 bis Februar 2020) und wurde mit den Saalestädtern in der Saison 2018/19 Vierter. In der letzten Saison grüßte er mit Halle zwischenzeitlich sogar von der Tabellenspitze, musste nach einer Serie von sechs Niederlagen in Folge aber gehen. Vor seiner Zeit beim HFC war der 42-Jährige sechs Jahre lang beim FSV Zwickau aktiv und führte die Schwäne im Mai 2016 in die 3. Liga. Ebenfalls gehandelt wird Alois Schwartz, der mit dem Karlsruher SC 2019 den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffte und zwischen 2007 und 2009 bereits die zweite Mannschaft des FCK trainierte. Im Mai 2009 stand er zudem für vier Partien als Interimscoach bei den Profis an der Seitenlinie.

Notzon-Zukunft offen

Was aus dem umstrittenen Sportdirektor Boris Notzon wird, bleibt derweil vorerst offen. "In dieser Stunde geht es nun rein um den neuen Cheftrainerposten", so Beiratsvorsitzender Markus Merk gegenüber der "Rheinpfalz". "Alles andere ist seit Wochen in der Planung und wird auch umgesetzt". Worauf Merk anspielt: Ende des vergangenen Jahres kündigte der FCK "weitere strukturelle Veränderungen im sportlichen Bereich" an. Konkret soll die operative Verantwortung im März "um einen weiteren Entscheidungsträger" ergänzt werden. Ob ein neuer Sportdirektor kommen oder der Vorstand um eine weitere Person mit sportlicher Kompetenz aufgestockt wird, ist bislang nicht bekannt. Klar ist nur: Der Vertrag von Notzon läuft am Ende der Saison aus.

 
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