Derbysieger 1. FC Kaiserslautern: "Balsam für die Seele"

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Seit dem 12. Spieltag war der KSC ungeschlagen – dementsprechend ging der im Tabellenmittelfeld stehende 1. FC Kaiserslautern eher als Außenseiter ins Südwestderby. Dennoch verließen die Roten Teufel den Wildpark als Sieger: Dominik Schad entschied mit seinem ersten Profitreffer die Partie zugunsten des FCK.

Erste Derby-Hälfte ohne Highlights

"Ein Derby, viele Zuschauer, viel Druck von außen" – mit diesen Worten beschrieb FCK-Trainer Sascha Hildmann die Partie gegen den Karlsruher SC auf der Pressekonferenz nach dem Spiel: "Die Spieler waren bestimmt etwas angespannt. So sind wir auch ins Spiel reingegangen. Trotzdem wollten wir mit kühlem Kopf Fußballspielen und uns gar nicht irgendwie verleiten lassen, hektisch zu werden."

Das zeigte sich auch in der ersten Hälfte: Auf beiden Seiten waren Chancen Mangelware, die einzige echte Gelegenheit für die Roten Teufel hatte Florian Pick mit einem Schuss aus der Distanz. Auch Karlsruhe, das im Kampf um die Tabellenspitze nach zuletzt zwei Unentschieden sicherlich gerne einen Dreier mitgenommen hätte, blieb einiges schuldig. Lediglich als ein Fehlpass der FCK-Defensive direkt vor den Füßen von Anton Fink landete, wurde es einmal brenzlig – ansonsten bekamen beide Mannschaften offensiv wenig zustande: "Im Großen und Ganzen war es eine ausgeglichene erste Hälfte", befand Hildmann.

Das änderte sich nach dem Seitenwechsel: "In der zweiten Hälfte waren wir sehr, sehr präsent. Wir wollten unbedingt nach vorne spielen, wollten Druck machen", sah Hildmann ab der 45. Minute Vorteile für sein Team: "Die Mannschaft wollte gewinnen und hat dann auch sehr viele Zweikämpfe und zweite Bälle gewonnen."

Schad wird zum Derbyhelden

Und auch das erste und einzige Tor des Tages erzielte die Hildmann-Elf: Nach einem langen Ball machte Kühlwetter das Leder fest und leitete in den Lauf von Dominik Schad weiter, der eiskalt vollstreckte (76.): "Das war mein ersten Profitor, das kann man sich nicht besser wünschen", freute sich der 21-Jährige nach der Partie am Mikro von "Magenta Sport". Zumal das Tor zum goldenen Treffer avancieren sollte, der das Derby entschied: "Das war ein Wahnsinnserlebnis. Eine richtig gute Mannschaftsleistung, wir haben von hinten bis vorne bis zum Ende gekämpft. So ein Derbysieg ist Balsam für die Seele, auch für die mitgereisten Fans ist es ein geiles Erlebnis."

Der FCK belohnte seine gute Leistung in der zweiten Hälfte mit drei wichtigen Punkten: "Ich denke, es ist bei uns die ganze Saison schon das Problem: Wir spielen ganz gut, aber der letzte Pass kommt nicht ganz, oder wir schießen zu wenig", so Schad. Auch diesmal ließen die Roten Teufel den ganz großen Offensivfußball missen – doch da der KSC offensiv weitestgehend blass blieb, durfte der FCK am Ende den Derbysieg feiern: "Hoffen wir, dass es so weitergeht."

Das sah auch Coach Hildmann so: "Wir haben völlig verdient das 1:0 erzielt. Letztendlich war es ein Sieg, der uns allen gut tut und wir freuen uns darüber." Doch man wisse, dass es schon in der nächsten Woche gegen Zwickau schwierig weitergehe: "Da wollen wir nachlegen."

   

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