FCK fährt "sehr selbstbewusst" zum Kellergipfel nach Magdeburg

Mit dem Duell beim 1. FC Magdeburg steht für den 1.FC Kaiserslautern am Samstag (14 Uhr) ein richtungsweisendes Duell im Abstiegskampf an. Entsprechend groß ist der Druck, doch Trainer Marco Antwerpen ist um Ruhe bemüht.

"Braucht Portion Gelassenheit"

Wie bedeutsam das Duell zwischen dem FCM und dem FCK für beide Klubs ist, lässt sich allein schon anhand der Tabelle ablesen: Während Magdeburg auf Rang 17 rangiert, sind die Roten Teufel unter der Woche auf den drittletzten Platz abgerutscht – und haben bei elf ausstehenden Spielen bereits drei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Man lehnt sich somit nicht zu weit aus dem Fenster, wenn man sagt, dass der FCK an der Elbe zum Siegen verdammt ist. Zwar wäre der Klassenerhalt auch im Falle einer Niederlage aufgrund zahlreicher direkter Duelle weiterhin möglich, allerdings würden die Roten Teufel dann fünf Punkte hinter Magdeburg zurückfallen. Zudem könnte das rettende Ufer im schlimmsten Fall bereits sechs Zähler entfernt sein. Eine Ausgangslage, die trotz des Nachholspiels in der Hinterhand alles andere als gut wäre.

"Wir sind uns der Situation im Abstiegskampf bewusst", sagte Trainer Marco Antwerpen laut "Der Betze brennt" auf der Pressekonferenz am Freitag. Doch trotz der prekären Lage "fahren wir sehr selbstbewusst nach Magdeburg", so der FCK-Coach. Weil die Spieler nach nur einem Sieg aus den letzten zehn Spielen aber nicht vor Selbstvertrauen strotzen dürften, scheint Antwerpen mit seiner Aussage vor allem eines beabsichtigen zu wollen: den Druck von der Mannschaft zunehmen. "Es braucht nämlich schon eine Portion Gelassenheit, um eine gute Leistung auf den Platz zu bekommen", sagte der 49-Jährige und erwartet eine "zweikampforientierte Partie" – zumal sich der Rasen in der MDCC-Arena in einem schlechten Zustand befindet. "Es geht jetzt in die entscheidende Phase der Saison. Wir sind angehalten zu punkten, genauso wie Magdeburg. Dementsprechend ist richtig Feuer im Spiel." Es gehe um alles, sagte Antwerpen bereits unter der Woche.

Innenraum-Verbot für Antwerpen

Antwerpen selbst wird während der 90 Minuten allerdings nicht dazu beitragen können, dass die drei Punkte an den FCK gehen. Weil er sich vor zwei Wochen in Rostock über einen nicht gegebenen Elfmeter zu vehement aufgeregt hatte, war er von Schiedsrichter Manuel Gräfe in der Nachspielzeit des Feldes verwiesen und vom DFB anschließend für eine Partie gesperrt worden. Eigentlich hätte er die Sperre bereits am letzten Samstag gegen Zwickau verbüßt, doch weil die Partie kurzfristig den Witterungsbedingungen zum Opfer gefallen war, gilt die Sperre nun für das Spiel beim FCM.

Das Verbot beginnt eine halbe Stunde vor der Partie und endet eine halbe Stunde nach dem Spiel. In diesem Zeitraum darf er auch die Umkleidekabinen, den Spielertunnel oder den Kabinengang nicht betreten. Außerdem ist es ihm untersagt, unmittelbar oder mittelbar mit der Mannschaft in Kontakt treten. Anstelle von Antwerpen wird Co-Trainer Frank Döpper auf der Bank sitzen. Fehlen wird neben Marius Kleinsorge (Leistenprobleme) auch Anas Bakhat, der eine Schnittwunde am Fuß erlitt.

 
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