FCI hadert mit Pleite: "Ein bisschen unverständlich für uns"

Fünf Spiele lang blieb der FC Ingolstadt zuletzt ungeschlagen und hätte sich im Topspiel am Montagabend bei 1860 München sogar die Tabellenführung schnappen können. Aber im bayrischen Duell zog Löwen-Torjäger Sascha Mölders den Schanzern den Stecker, obwohl die Ingolstädter spielerisch stark auftraten. Cheftrainer Thomas Oral sah eine "brutal ärgerliche Niederlage".

Einwurf entscheidet Spitzenspiel

"Ich weiß nicht genau, was ich gerade sagen soll", äußerte sich FCI-Mittelfeldspieler Marc Stendera nach Abpfiff gegenüber dem Mikrofon von "MagentaSport" auf ehrlichste Weise. Der Ärger über die 0:1-Niederlage beim TSV 1860 München steckte dem FCI unmittelbar nach der Partie in den Knochen. Aber klar war für den 25-Jährigen eben auch: "Wir haben den einen Fehler zu viel gemacht. Ein einfacher Einwurf, ein einfaches Tor geschenkt." Schon gerieten die Schanzer auf die Verliererspur, obwohl das Team von Cheftrainer Thomas Oral eine ansprechende Leistung auf den Platz brachte.

Noch dazu hätte besagter Einwurf nicht an 1860, sondern an Ingolstadt selbst gehen müssen – zuletzt war Richard Neudecker in der Szene am Ball. "Nichtsdestotrotz hatten wir noch genug Leute, um zu verteidigen", reagierte Oral in der Pressekonferenz sportlich auf die Fehlentscheidung, die letztlich zum Münchner Treffer führte. Nach einer ersten Hälfte, in der "sich kaum eine Mannschaft irgendwo im letzten Drittel entfalten konnte", sah der FCI-Coach seine Mannschaft eigentlich auf dem richtigen Weg: "In der zweiten Halbzeit hat man gesehen, dass wir klar spielbestimmend waren." Gerade Stürmer Dennis Eckert Ayensa vergab Chancen, die er "normalerweise blind macht". Auf der anderen Seite schlug – wie fast nicht anders zu erwarten – Sascha Mölders eiskalt zu.

"Sehr unglücklich verloren"

Nach dem Spiel suchte Oral das Gespräch mit dem 1860-Angreifer. "Er meinte, eigentlich wäre es ein gerechtes Unentschieden gewesen, aber das habe ich nicht so gesehen", erklärte Oral auf Nachfrage direkt am Platz. Für den Coach der Schanzer war ersichtlich, dass der FCI "heute sehr unglücklich verloren" habe. Somit verpasste der FCI auch den Sprung an die Tabellenspitze, an der sich weiterhin Dynamo Dresden hält – sogar mit einem Nachholspiel in der Hinterhand. Die Löwen rücken dagegen bis auf einen Zähler an die Schanzer heran. Aber den Blick auf die Tabelle "können wir vielleicht am 32. Spieltag wagen. Aktuell ist das schwachsinnig", so der FCI-Coach.

Weil die Ingolstädter zuletzt fünf Spiele in Serie ohne Niederlage absolvierten, zog Marc Stendera nach dem offiziellen Ende der Hinrunde nach 19 Spielen dennoch ein positives Fazit. Es hätte dennoch mehr sein können, was Oral bis zum Schluss ärgerte: "Natürlich eine brutal ärgerliche Niederlage, weil sie sowas von unnötig war. Am Ende des Tages hätten wir einen Punkt mitnehmen müssen. So gehen wir als Verlierer vom Platz, was ein bisschen unverständlich für uns ist." Am kommenden Sonntag (15 Uhr) kann der FCI beim KFC Uerdingen in die Erfolgsspur zurückkehren.

 
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