FCC-Ultras halten an Forderung nach Kündigungen fest

Auch wenn die Corona-Pandemie das Tagesgeschehen derzeit überlagert, halten die Ultras des FC Carl Zeiss Jena an der Forderung einer "klaren Zäsur" innerhalb des Vereins fest – und fordern die Kündigung mehrerer Verantwortlicher.

"Geduld ist längst aufgebraucht"

Knapp zwei Wochen ist es her, dass die Ultras und zahlreiche Fanklubs in einer ausführlichen Stellungnahme unter dem Titel "Es reicht! Unser Club braucht einen Umbruch und Neustart" deutliche Kritik an den Vorgängen innerhalb des Klubs übten. Vor allem die öffentlich gewordenen Trainings- und Führungsmethoden von U19-Coach Kenny Verhoene sind den Anhängern ein Dorn im Auge. Weil die Aufklärung der Vorfälle aus Sicht der Ultras nicht schnell genug vorangeht, legen sie nun mit einer erneuten Stellungnahme nach. In dieser fordern die Fans weiterhin die "freiwillige oder gesellschafterseitig erzwungene Kündigung" von Geschäftsführer Chris Förster, die fristlose Kündigung von Kenny Verhoene und seinem Assistenten Jens Förster, die Rücknahme der Absetzung von NLZ-Leiter Heiko Nowak und Stefan Treitl sowie die Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung.

"Wenn der Fisch am Kopf anfängt zu stinken, dann gilt es, eben diesen abzuschlagen", wählen die Fans martialische Worte. "Die Geduld derer, die den FCC auch ohne Posten, Kalkül und Profilierung im Herzen tragen, ist längst aufgebraucht. Wer nach diesen breitgefächerten Aussagen noch an seinem Stuhl klebt, der verschließt seine Augen vor der Realität des nicht weiter aufschiebbaren Umbruchs und Neustarts." Zur Untermauerung ihrer Forderungen veröffentlichten die Ultras zudem einen Brief der U19-Eltern sowie ein Schreiben des Landessportbundes. Dieser hatte dem FCC geraten, Verhoene und Jens Förster bis zur Klärung der Vorwürfe freizustellen.

Fans befürchten "riesigen Crash"

Niemand solle überdies glauben, "dass ein möglicher, Pandemie bedingter Klassenerhalt die eklatanten Fehler, die nachhaltig unwürdigen Entscheidungen und das katastrophale Krisenmanagement heilen werden". Die Gelegenheit sei groß, den FCC nachhaltig positiv auszurichten und Identifikationen wieder zu beleben. Die Kritik zielt auch in Richtung von Präsident Klaus Berka und Aufsichtsratschef Mario Voigt ab, die sich "nicht in Ruhe wähnen" sollen. Zudem wünschen sich die Ultras eine FCC-Zukunft ohne Investor Roland Duchatelet. "Weite Teile der Anhängerschaft haben inzwischen erkannt, dass wir keinesfalls nachhaltig fahren – sondern sehenden Auges in einen riesigen Crash."

   
  • Sterneneisen

    Ohne Duchatelet geht der FCC doch insolvent.

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