F95 verliert auch das zweite Spiel – Arbeitssieg für Essen

Der Fehlstart von Fortuna Düsseldorf ist perfekt. Am Samstag unterlag der Zweitliga-Absteiger zuhause mit 0:2 gegen Hoffenheim II. Rot-Weiss Essen fand dagegen nach dem 2:5 zum Auftakt die passende Antwort und bezwang den TSV Havelse knapp mit 1:0. Während der SV Meppen eine erfolgreiche Heim-Rückkehr in die 3. Liga feierte (2:0 gegen Sonnenhof Großaspach), trennten sich Preußen Münster und der FC Ingolstadt mit 1:1. Ebenfalls keinen Sieger gab es zwischen Fortuna Köln und Alemannia Aachen (1:1) – die Kaiserstädter spielten mehr als eine Stunde in Unterzahl.

Düsseldorf 0:2 Hoffenheim II: Fortuna-Fehler eiskalt bestraft

Holt Fortuna Düsseldorf nach dem Abstieg die ersten drei Punkte? Der Start gegen die TSG 1899 Hoffenheim II ging jedenfalls gründlich daneben. Nach einer Hereingabe verlor van der Sloot im Strafraum den Ball. Poller setzte nach und schoss die Kugel ins kurze Eck (3.). Die TSG agierte anschließend souverän, bei der Fortuna war dagegen eine gewisse Verunsicherung zu erkennen. Erst nach etwas mehr als einer Viertelstunde kamen die Hausherren besser in die Partie. Schleusener hatte gleich zwei Möglichkeiten, scheiterte jedoch jeweils (19./21.). Düsseldorf fand offensiv kaum Lösungen, die TSG II hätte die Führung sogar noch ausbauen können. Zor zögerte jedoch einen Moment zu lange, sodass Heintz den Abschluss aus kurzer Distanz blocken konnte (43.). Auf der Gegenseite ließ Zimmermann den Ausgleich liegen. Theuer lenkte den Schuss aus sieben Metern über die Latte (44.).

Düsseldorf startete schwungvoll in den zweiten Durchgang, doch erneut waren es die Kraichgauer, die früh trafen. Nach einem Fehlpass von Arden zog Micheler ab und traf den Pfosten. Dedic reagierte gedankenschnell, setzte nach und schob zum 2:0 ein (52.). Die Fortuna hatte weiterhin große Probleme, Chancen zu kreieren, und schwächte sich schließlich auch noch selbst. Nach einem Fehlpass von Müller war Zor auf und davon. Hendrix grätschte vor dem Strafraum dazwischen, traf dabei jedoch nur den Gegenspieler. Die logische Folge: Rot (79.). Kurz vor Schluss hatte Düsseldorf noch einmal eine Chance zum Anschluss. Schleusener tankte sich links am Fünfmeterraum durch, sein Abschluss landete jedoch nur am Außennetz (86.). Nach der zweiten Niederlage in Folge ist Düsseldorf nun auf Platz 18. Die Hoffenheimer klettern durch den ersten Erfolg auf Rang 7.

Essen 1:0 Havelse: RWE müht sich zum ersten Sieg

Nach dem 2:5 am ersten Spieltag stand Rot-Weiss Essen bereits unter Druck. RWE hatte gegen den TSV Havelse zwar mehr Spielanteile, die erste nennenswerte Chance gab es jedoch erst nach 17 Minuten. Hofmann legte den Ball in den Rückraum, wo Duah unfreiwillig für Janssen auflegte. Der brachte allerdings nicht genügend Wucht hinter seinen Abschluss, sodass Hanin den Ball an den Pfosten lenken konnte. Wenig später wurden sowohl Sietans als auch Menzels Versuche geblockt (26.). Die bis dahin größte Chance hatte schließlich Telalovic. Bei einem Konter verpasste es der Neuzugang, querzulegen. Stattdessen kreuzte er Duah und nahm Menzel damit die Schussposition. Telalovic versuchte es selbst, doch Hanin parierte (41.).

Zu Beginn des zweiten Durchgangs kam Havelse zunächst gefährlich vor das Essener Tor. Wriedt zog mit Vollspann ab, setzte den Ball aber knapp daneben. Kurz darauf hatte Janssen die große Gelegenheit, konnte einen Pass von Telalovic jedoch nicht aufs Tor bringen (58.). Wenig später brach Essen schließlich den Bann. Nach einer hohen Hereingabe verschätzte sich Lamby und brachte anschließend Abiama im Strafraum zu Fall. Den fälligen Strafstoß verwandelte Telalovic sicher zum 1:0 (63.). Essen blieb anschließend dran und hatte sogar die Chance auf das 2:0. Telalovic kam aus kurzer Distanz zum Abschluss, doch Hanin reagierte stark (72.). Auch acht Minuten später stand der Havelser Schlussmann im Mittelpunkt: Pesch legte den Ball in die Mitte, Hanin konnte zunächst klären, ehe Obuz an Belkahia hängen blieb (80.). Der Sieg für Essen war mehr als verdient, weiterhin ließ RWE nämlich das 2:0 liegen. Zuerst rettete wieder Hanin gegen Telalovic (88.), dann traf Obuz den Pfosten (89.). Durch die zweite Niederlage in Folge fallen die Niedersachsen auf Platz 16. RWE klettert durch ersten Sieg auf Rang 13.

Münster 1:1 Ingolstadt: Gül kontert Johansson

Vor dem Anpfiff weihten die Preußen-Fans mit einer Choreo und Pyrotechnik die neue Tribüne ein, was zu einem verzögerten Anpfiff führte. Während Ingolstadt durch Lokotsch, der knapp am Tor vorbeischoss, die Führung verpasste (20.), durften die Anhänger der Preußen wenig später jubeln: Johansson setzte zum Alleingang an und schlenzte den Ball aus rund 18 Metern ins Tor (22.). Um ein Haar hätte er kurz darauf sogar nachgelegt, sein Versuch ging jedoch nur ans Außennetz (26.). Mehr oder weniger im Gegenzug antworteten die Schanzer. Ugondu sorgte auf der rechten Seite für Gefahr und brachte den Ball flach ins Zentrum. Dort nahm Gül die Hereingabe relativ unbedrängt auf und jagte die Kugel aus 22 Metern in den rechten Torwinkel (27.). Kurz vor der Pause wurde es erneut gefährlich: Ugondu flankte von links auf Gül, dessen Kopfball Behrens gerade noch mit den Fingerspitzen zur Ecke lenkte (44.).

Wie schon im ersten Durchgang gehörte auch die erste Chance nach der Pause dem FC Ingolstadt. Behrens musste sich strecken, um einen Schlenzer von Carlsen zu parieren (52.). Danach rückte jedoch Münsters Schlussmann Klein in den Mittelpunkt. Zunächst prüfte Johansson den Keeper mit einem Flachschuss (55.), ehe Makridis nach einem Zug von links in die Mitte ebenfalls zum Abschluss kam. Doch auch diesen Versuch meisterte Klein (58.). Ingolstadt verschaffte sich anschließend etwas Luft und konnte Münster weitgehend vom eigenen Tor fernhalten. Wirklich gefährlich wurde es lange nicht mehr. Erst kurz vor Schluss bot sich den Schanzern noch einmal eine Möglichkeit. Sapina zog aus rund 22 Metern ab. Sein Versuch ging jedoch knapp am linken Pfosten vorbei (80.). Durch das Remis ist Münster nun Vierter, Ingolstadt fällt auf Platz 14.

Fortuna Köln 1:1 Aachen: Loune erst der Held, dann Pechvogel

Die Favoritenrolle in Köln war vor dem Anpfiff klar verteilt. Nach elf Minuten unterstrich Aachen diese auch auf dem Platz. Schroers wurde im Sechzehner von Aigbekaen, der klären wollte, mit der Fußspitze getroffen und ging zu Boden. Die Folge: Strafstoß. Loune blieb vom Punkt cool und versenkte den Ball souverän im linken Eck (11.). In der 23. Minute wurde der Torschütze allerdings vom Helden zum Unglücksraben. Bereits mit Gelb verwarnt, stempelte er Böger und sah Gelb-Rot. Aachen musste fortan in Unterzahl spielen und zog sich entsprechend weiter zurück. Köln kam dadurch besser ins Spiel. Wirtz köpfte nach einer Flanke von Telle knapp am Tor vorbei (31.). Kurz vor der Pause hatte der Stürmer erneut eine gute Gelegenheit, setzte seinen Kopfball aber ebenfalls neben den Kasten (45.+1.).

Wie die erste Halbzeit endete, begann auch der zweite Durchgang: Wirtz kam zum Abschluss, setzte den Ball jedoch knapp am Tor vorbei (50.). Zehn Minuten später belohnte sich Fortuna Köln dann für den zunehmenden Druck. Nach einem zu kurz geratenen Klärungsversuch von Starodid, der dabei ausrutschte, kam Aigbekaen über einen Umweg an den Ball. Der Kölner zog sehenswert aus der Drehung ab und traf ins rechte Toreck (60.). Anschließend verflachte die Partie zunehmend, wenngleich Köln weiterhin Akzente setzte. Böger brachte den Ball nach einem Rückpass von Afamefuna nicht an Bajic vorbei. Der Abpraller landete bei Michelbrink, dessen Schuss jedoch rechts am Tor vorbeiging (77.). Kurz vor Schluss hatte Köln dann die Riesenchance auf den Sieg. Al Ghaddioui kam vier Meter vor dem Tor völlig frei zum Kopfball, der Ball ging aber direkt in die Arme von Aachens Keeper Bajic (86.). Aachen ist mit dem Punktgewinn nun Zweiter, Köln bleibt auf Platz 15.

Meppen 2:0 Großaspach: Meppen bestraft Aspacher Chancenwucher

Vor drei Jahren gab es das letzte Mal Drittliga-Fußball in der Hänsch-Arena. Damals feierte Meppen ein 4:1 über die SG Dynamo Dresden. Ob die Rückkehr so fulminant würde wie der Abschied? Zumindest legte Meppen stark los. Bereits nach sechs Minuten traf Rankic zum 1:0. Deters zog einen Eckball von der rechten Seite auf den ersten Pfosten, wo der Stürmer unbedrängt ins Tor köpfte. Während Großaspachs Rossmann im Eins-gegen-eins das 1:1 verpasste (16.), hatte Prasse das 2:0 auf dem Schlappen. Der Meppener kam im Rückraum zum Abschluss, traf jedoch nur den Rücken eines Gegenspielers. Die Württemberger blieben in der Folge dran und verpassten mehrfach den Ausgleich. Zuerst Rahn, der aus spitzem Winkel nur die Unterkante der Latte traf (25.), dann Faß, der an einem stark parierenden Pünt scheiterte (45.+2.).

Großaspach machte in der zweiten Halbzeit genau dort weiter, wo es vor der Pause aufgehört hat. Rossmann zog zentral vor dem Strafraum ab. Pünt lenkte den strammen Schuss mit den Fingerspitzen um den Pfosten. Mitten in die Chancen der Gäste stach Meppen zu. Nach einem Konter war Prasse nicht mehr zu stoppen und vollendete ins kurze Eck (58.). Meppen drückte auf das 3:0, Domröse scheiterte allerdings am stark reagierenden Reule (69.). Auf der Gegenseite ließ Eisele nach einem Fehlpass von Pünt den Anschluss liegen. Sein Heber wurde vom Torhüter entschärft (70.). Durch den ersten Sieg klettert Meppen auf Platz elf und zieht damit an Großaspach vorbei, das auf Rang 12 steht.

   

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