"Das war gar nichts": Fehlstart von Wehen Wiesbaden ist perfekt

Zweites Spiel, zweite Niederlage, 1:7 Tore: Der Fehlstart des SV Wehen Wiesbaden ist nach der 0:4-Pleite bei den Würzburger Kickers perfekt. Davon wollte Trainer Daniel Scherning zwar nicht sprechen, zeigte sich aber selbstkritisch – und fand klare Worte zum Auftritt seiner Mannschaft.

"Anscheinend nicht die richtige Deutlichkeit gefunden"

Sie war durchaus etwas energischer als sonst, die Ansprache von Trainer Daniel Scherning an sein Team im Kreis unmittelbar nach der Partie. Was er den Spielern dabei mit auf den Weg gegeben hatte? "Dass ich unter der Woche anscheinend nicht die richtige Deutlichkeit gefunden habe", zeigte sich der 42-Jährige bei "MagentaSport" selbstkritisch. Wie Scherning schilderte, habe er seine Mannschaft darauf hingewiesen, dass es in Würzburg vor allem um kämpferische Komponenten gehen werde.

"Das habe ich wahrscheinlich nicht klar genug herausgestellt, denn im Hinblick auf Dinge wie Körperlichkeit und Durchsetzungsvermögen war mir das über 60 Minuten zu wenig. Da hat Würzburg uns ja schon den Schneid abgekauft, was es sehr, sehr bitter und enttäuschend für uns macht". Dabei waren die Wiesbadner zunächst gut in die Partie gekommen und hätten das 1:0 machen müssen, ließen aber einige gute Chancen liegen und gerieten durch einen direkt verwandelten Freistoß in Rückstand (17.). "Es ist die alte Leier", seufzte Scherning und klagte an, dass das 0:2 seiner Mannschaft das Genick gebrochen habe (38.). In der Schlussphase schlug es dann noch zwei weitere Male ein.

"Das geht nicht"

"Wir müssen uns einfach ankreiden lassen, dass es zu wenig Aggressivität und Effektivität war. Wir sind nicht zurückgekommen. Das war gar nichts, und das geht nicht", fand auch Philipp Hercher klare Worte. Nachdem der SVWW gegen Münster nach einem guten Spiel noch "bitter verloren" habe, "muss man jetzt sagen, dass Würzburg der verdiente Sieger ist", so der Abwehrspieler. Für den SVWW ist es die zweite Niederlage in Folge – bei 1:7 Toren. Saisonübergreifend konnten die Hessen nur eine der letzten zwölf Partien gewinnen und warten zudem weiter auf den ersten Auswärtssieg seit Mitte Januar. "Das ist kein guter Start. Da müssen wir ehrlich zu uns sein", meinte Hercher.

Von einem Fehlstart wollte Scherning nach nur zwei Spielen aber noch nicht sprechen. Ein Zwischenfazit könne erst nach sechs bis zehn Partien gezogen werden, meinte der 42-Jährige. "Aber natürlich ist es nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben." Gerade auch mit Blick auf die Leistung am Freitagabend. Mit der Pokalpartie gegen Bayer Leverkusen am 22. August stehe nun zunächst ein "Zusatzspiel" an, wie es Hercher formulierte, ehe es zuhause gegen Rot-Weiss Essen geht. "Da müssen wir es definitiv besser machen, um die ersten Punkte zu holen", forderte der 30-Jährige.

 

   

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