"Es wird passieren": Stadt Cottbus kündigt neues Stadion an
Mitten in den Feierlichkeiten zum Zweitliga-Aufstieg von Energie Cottbus sorgte Oberbürgermeister Tobias Schick für die nächste große Zukunftsansage. Bei der Aufstiegsfeier auf dem Stadthallenvorplatz kündigte der SPD-Politiker vor tausenden Fans an, langfristig ein neues Stadion für Energie bauen zu wollen.
Betreibergesellschaft soll gegründet werden
Schick erklärte auf der Bühne, dass die Stadt gemeinsam mit dem Landkreis Spree-Neiße zunächst eine Betreibergesellschaft gründen will. Diese soll zusammen mit dem Verein und einem weiteren Unternehmen aufgebaut werden. Ziel sei es laut Schick, künftig einfacher Fördermittel beantragen zu können und den Klub wirtschaftlich zu entlasten. "Und dann ein neues Stadion bauen. Es wird passieren", sagt der Oberbürgermeister unter großem Jubel der Fans. Trainer Claus-Dieter Wollitz reagiert darauf scherzhaft mit den Worten: "14.48 Uhr – ihr seid Zeugen!"
Gegenüber dem "RBB" erklärt Schick später, aus Landes- und Bundespolitik positive Signale für mögliche Förderungen erhalten zu haben. Gleichzeitig betonte er jedoch, dass ein Neubau noch Zukunftsmusik sei: "Das heißt aber nicht, dass wir morgen bauen." Derzeit läuft nach Angaben des Oberbürgermeisters zunächst eine Machbarkeitsstudie zu dem Vorhaben. Welches Unternehmen sich an der geplanten Betreibergesellschaft beteiligen könnte, ist bislang noch offen. Laut Schick gebe es jedoch bereits Interesse aus der Wirtschaft.
Land stellt Finanzspritze bereit
Die Aussagen kommen überraschend, zumal nach völlig offen ist, wie viel Geld nötig sein wird. Präsident Sebastian Lemke hatte in den Vergangenheit von 30 bis 40 Millionen Euro gesprochen. Erst vor einer Woche zuvor hatte das Land Brandenburg dem Verein 1,67 Millionen Euro zur Modernisierung des LEAG Energie Stadions zugesichert. Mit den Mitteln sollen vor allem kurzfristig infrastrukturelle Anforderungen für die 2. Bundesliga erfüllt werden, darunter Maßnahmen an Flutlichtanlage und Medienbereichen.