"Es war nicht alles scheiße": Kauczinski will wieder punkten

Die SG Dynamo Dresden konnte seit dem Jahreswechsel erst drei Partien bestreiten und ging darin nur einmal siegreich vom Platz. Dennoch grüßen die Sachsen vor dem Ostderby beim 1. FC Magdeburg weiterhin von der Tabellenspitze und müssen sich auf einen Gegner einstellen, der mit dem Rücken zur Wand steht. Stürmer Philipp Hosiner hielt von der Bewertung der Tabelle zum aktuellen Stand nicht viel.

Kreuzer hat "das Fußballspielen nicht verlernt"

"Wir erwarten Magdeburger, die um jeden Zentimeter kämpfen und uns ein Bein stellen wollen", war sich SGD-Angreifer Philipp Hosiner vor dem Ostduell sicher, dass es unabhängig von den Tabellenplätzen der aufeinandertreffenden Mannschaften zu einem heißen Spiel kommen wird. Es ist der 23. Spieltag, an dem Dresden sein 21. Liga-Spiel bestreiten wird. Die verzerrte Tabelle ist für die SGD-Akteure daher noch nicht der Rede wert, wie Hosiner betonte: "Schlecht ist es nicht für uns, wenn 1860 zuhause gegen Zwickau verliert. Aber wir müssen unsere Spiele positiv bestreiten."

Dieses Credo nahm auch Cheftrainer Markus Kauczinski für sich ein, der mit Sebastian Mai, Kevin Ehlers (beide Rot-Sperre), Chris Löwe (Knochenödem), Robin Becker (Kreuzbandriss), Marco Hartmann (Knieverletzung) und Patrick Weihrauch (Sprunggelenksverletzung) gleich sechs Stammspieler ersetzen muss. Mit Niklas Kreuzer, dem Rückkehrer auf der Rechtsverteidiger-Position, bekommt der Übungsleiter eine neue Alternative im Abwehrverbund. "Der erste Eindruck ist, dass er das Fußballspielen nicht verlernt hat. Wir überlegen schon, ob er ein Kandidat ist, um ihn reinzubringen für 20 Minuten", erklärte Kauczinski, der in Kreuzers vereinsloser Phase keinen großen Kontakt zu dem Spieler hatte. Abgesehen von einer kurzen Begegnung beim Einkaufen, wie der Fußballlehrer schmunzelnd berichtete. Ein Kandidat für die Startelf wird der 27-Jährige aber wohl noch nicht.

"Kein Gejammer, kein Gemecker"

Generell wollte sich Kauczinski nicht zu sehr von Faktoren beeinflussen lassen, auf die er mit seinem Team keinen Einfluss hat. Dazu zählten unter anderem Wetter, Verletzungen und die Corona-Pandemie. "Man kann nicht abschätzen, wen was wie trifft. Wir sind noch mittendrin, wir sind nicht an der Ziellinie. Das gilt für die ganze Liga", so der Cheftrainer, der das große Ganze gerne im Blick behält. "Wir wissen alle nicht, was noch kommt. Wir wollen flexibel und wachsam bleiben, um Lösungen für alles zu haben." Dementsprechend wird der 50-Jährige auch Lösungen für die anstehende Partie mit Magdeburg finden wollen.

Dazu behielt der Fußballlehrer auch die Spielsituation im Blick. Vier Punkte aus den drei ersten Spielen des Kalenderjahres sprachen für Kauczinski keine dramatischen Worte: "Es war nicht alles scheiße. Es gibt kein Gejammer, kein Gemecker. Das ist der Fußball, wir spielen nunmal draußen und scheißegal, wie es kommt, wir nehmen es an." So wird es auch Philipp Hosiner handhaben, der gegen Kaiserslautern noch an allen vier Toren direkt beteiligt war und in Mannheim keinen Stich sah. Ob er nun bevorzugt gegen tiefstehende oder mitspielende Mannschaften agiert, ließ der Angreifer deshalb auch bewusst offen: "Am liebsten spiele ich gegen eine Mannschaft, die drei rote Karten hat. Dann fliegen die Bälle in die Box."

   
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