"Es hat nicht sein sollen": Köln-Pleite wirft Zwickau zurück

Noch im Hinspiel dominierte der FSV Zwickau die Viktoria aus Köln nach Belieben, siegte deutlich mit 4:0. Am Dienstag wendete sich das Blatt. Die Schwäne gingen in der Domstadt mit 0:3 unter. Bei aller berechtigter Kritik bestand FSV-Trainer Joe Enochs dennoch darauf, die positiven Aspekte aus dem Auftritt seiner Mannschaft anzuerkennen. 

FSV zunächst "in allen Belangen unterlegen"

Nach einer deutlichen Pleite fällt es immer schwer, den Blick für das Positive nicht zu verlieren. Das ging auch Joe Enochs nach dem 0:3 in Köln so, zumal die Viktoria ein direkter Konkurrent im Abstiegskampf ist. Nach Spielende stand Zwickaus Trainer mutterseelenallein an der Mittellinie und rieb sich konsterniert die Stirn. Wenige Augenblicke später hatte sich der 48-Jährige gesammelt und bemühte sich am "Telekom"-Mikrofon um eine detaillierte Analyse. Besonderen Wert legte er trotz der Niederlage auf die Betonung einer bestimmten Phase der Partie: "Die Art und Weise, wie wir in der zweiten Halbzeit angefangen haben, unseren Fußball zu spielen, eklig zu sein, darauf müssen wir aufbauen." 

Besser wäre es gleichwohl gewesen, die FSV-Akteure hätten bereits zu Spielbeginn in Köln mit genannter "Art und Weise" aufwarten können. So jedoch ging den Zwickauern die Präsenz im ersten Durchgang völlig ab. "Wenig Chancen zugelassen, aber wir waren halt in allen Belangen unterlegen", fasste Enochs nüchtern zusammen. Trotzdem hielt das Unentschieden – und zu Wiederbeginn zeigten die Schwäne ein verändertes Gesicht. Fast ironisch, dass die Sachsen gerade in dieser Druckphase "das 0:1 bekommen. Und das war halt schon nach dem großen Aufwand, den wir betrieben haben – gerade Anfang der zweiten Halbzeit – tödlich." Nach dem 0:1 durch Bunjaku (63.) musste Zwickau aufmachen, Wunderlich (81.) und Holthaus (90.) erhöhten für die Viktoria. Bitter: Schon in der ersten Halbzeit rasselten Maurice Hehne und Kölns Bunjaku mit den Köpfen aneinander, Hehne musste ausgewechselt und anschließend im Krankenhaus behandelt werden. Eine genaue Diagnose steht noch aus.

Köln im Kopf, Halle vor der Brust

Nachdem die Aufholjagd gegen Rostock (2:2) am Wochenende für Aufbruchsstimmung gesorgt hatte, bedeutete die Pleite in Köln zweifellos einen herben Rückschlag. Das zeigt auch der Blick auf die Tabelle: Durch das schlechtere Torverhältnis rutscht Zwickau für den Moment auf den ersten Abstiegsplatz ab. Umso wichtiger, dass die Schwäne den Dienstagabend in Köln schnell abschütteln. "Es hat nicht sein sollen", bekräftigte Enochs. "Wir müssen uns schnell wieder regenerieren, sodass wir am Samstag wieder eine Mannschaft auf den Platz bekommen können, die gegen Halle gewinnen kann." Jenes Halle also, hinter das man durch die 0:3-Pleite erst zurückfiel. 

   
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