"Es arbeitet auch im Kopf": Mentalität soll MSV-Sieg bringen

Gegen Verl startet der MSV Duisburg am Freitagabend den sechsten Anlauf in Richtung des ersten Heimsiegs. Angesichts der kurzen Vorbereitungszeit baut Trainer Gino Lettieri insbesondere auf die mentale Stärke seiner Spieler, um so "vielleicht auch mal 110 Prozent herauszuholen."

Nächster Anlauf: MSV-Heimsieg gegen Verl?

"Im Moment", stellte Gino Lettieri im Pressegespräch vor der Verl-Partie fest, "vermisse ich jeden Spieler". Duisburgs Trainer spielte mit dieser Aussage auf die nach wie vor angespannte Personalsituation bei den Zebras an. Doch war Lettieri auch klar, dass sich daran erst einmal nichts ändern wird. "Es sind Lasten, die wir sicherlich die nächsten drei, vier Wochen bis zur Winterpause tragen müssen." Konsequenz: Die MSV-Mannschaft soll die Situation annehmen und mit einem positiven Geist in die nächsten Aufgaben gehen. Immerhin gebe es durchaus Gründe für Optimismus.

Einen lieferte das 0:0-Unentschieden im Nachholspiel vom Dienstag: Gegen Halle präsentierte sich Duisburg gerade im ersten Durchgang äußerst spielfreudig, gleich eine Reihe klarer Torchancen war das Resultat. Gegen den Aufsteiger aus Verl wird die Marschroute eine ähnliche sein. Allerdings bedarf es Feinjustierungen in der Defensive. Denn die Ostwestfalen seien eine Mannschaft, "die in der Offensive mit zwei gefährlichen Flügelspielern kommt." Zudem weiß der SCV den Ex-Duisburger Zlatko Janjic in seinen Reihen. Dieser sammelte in den bisherigen acht Spielen stolze acht Torbeteiligungen.

"Komm', du beißt nochmal. Es geht nochmal!"

Defensivtaktische Finessen können im MSV-Training derzeit jedoch kaum eingeübt werden. In den zwei spielfreien Tagen nach der Halle-Partie war vor allem Regeneration angesagt. Und so wird es gegen Verl besonders auf eines ankommen: die richtige Einstellung. "Im Moment müssen wir uns die Punkte erkämpfen", bekräftigte der Cheftrainer. Auf dem Weg zu Zählbarem will Lettieri die Psyche seiner Spieler stärken. Denn: "Es arbeitet auch im Kopf. Wenn ich mental stark bin, kann ich hier sicherlich mal die ein oder andere Müdigkeit wegreden und sagen: Komm', du beißt nochmal. Es geht nochmal!"

Manch eine Blessur macht allerdings auch die stärkste Psyche nicht wett – personell sieht es weiter dürftig aus. Immerhin steht Kapitän Stoppelkamp trotz fehlender Fitness vor einer Rückkehr in die Startelf. Auch Dominik Schmidt ist nach Rot-Sperren wieder ein Option. Hinter den Einsätzen von Ahmet Engin, Vincent Gembalies und Maximilian Sauer stand am Donnerstag dagegen noch ein großes Fragezeichen, bei beiden soll kurzfristig über einen Einsatz entschieden werden. Definitiv ausfallen werden Joshua Bitter, Mirnes Pepic und Leroy Mickels. Eine der Vorgaben für den Freitagabend mutet daher seltsam und sinnvoll zugleich an. Die Rumpfelf soll sich "besser organisieren – weil dadurch sparen wir natürlich auch Laufwege und Kraft."

   
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