Erzgebirge Aue: Fanszene verzichtet weiter auf aktiven Support

Wie schon beim Auswärtsspiel in München am 16. September wird die Fanszene des FC Erzgebirge Aue auch im Heimspiel gegen den SV Meppen (Freitag, 19 Uhr) auf aktiven Support verzichten.

"Das ist uns zu billig!"

"Schluss, Aus, Vorstand raus" lautete das Motto, unter dem die Fans von Erzgebirge Aue bei der Partie in München über 90 Minuten geschwiegen hatten. Die Forderung der Anhänger ist durch die Rücktritte von Präsident Helge Leonhardt und Geschäftsführer Michael Voigt zwar erfüllt worden, dennoch könne man "jetzt nicht so tun, als wäre alles in bester Ordnung", schreibt die Fanszene in einer Stellungnahme und kommt zu dem Schluss: "Der Großteil des Aufsichtsrates hätte eben so den Hut nehmen müssen." Nach Auffassung der Anhänger hätte der Aufsichtsrat "schon lange intervenieren müssen, wenn er seine Aufgabe richtig gemacht hätte. Hat er aber nicht". Leonhardt und Voigt seien daher "auch ein klein wenig als Bauernopfer zu bedauern".

Und den Support wieder aufnehmen, weil Trainer Timo Rost entlassen wurde? "Das ist uns zu billig! Als wäre alles gut mit neuem Trainer!?" Die Mannschaft müsse nun endlich auf dem Platz liefern und Leistung sowie Einstellung zeigen – unabhängig wer an der Linie steht. "Die Truppe hat sämtlichen Kredit verspielt und muss sich diesen wieder zurück holen, bevor sie wieder geballte Unterstützung bekommt."

Mitgliederversammlung am 12. November

Mit der Verpflichtung von Ex-Profi Matthias Heidrich als Sportchef haben die Verantwortlichen auch der Forderung der Fans nach sportlicher Kompetenz Rechnung getragen, der 44-Jährige ist nun auf der Suche nach einem neuen Trainer. Wie der Aufsichtsrat künftig aussehen wird, das haben die Mitglieder am 12. November im Rahmen einer Mitgliederversammlung dann selbst in der Hand. Und wie lange die Fans nun Support verzichten, wird wohl auch davon abhängen, wie sich die Mannschaft auf dem Platz präsentiert.

   

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