Erstes Heimspiel: Kann Hansa Rostock den Bock umstoßen?

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© imago/Schroedter

Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge will der F.C. Hansa Rostock in seinem ersten Heimspiel im neuen Jahr nun endlich den Bock umstoßen und einen Dreier einfahren. Gegen den Tabellensechsten aus Unterhaching werden rund 10.000 Zuschauer im Ostseestadion erwartet (Anstoß 14 Uhr).

Stärkste Offensive der Liga reist an die Ostsee

Für Jens Härtel ist es das erste Spiel als Hansa-Trainer vor den eigenen Fans. Ein besonderes Gefühl will sich beim Fußballlehrer dennoch nicht einstellen. "Ich habe noch kein Gefühl für das Stadion, für die Fans und für die Atmosphäre. Ich kenne es nur als gegnerischer Trainer und da habe ich es immer genossen", erklärt er gelassen. Die Freude auf das erste Heimspiel ist dennoch da, denn Hansa hat nach zuletzt drei Pleiten mit 0:6 Toren wieder etwas gutzumachen.

Kein einfaches Unterfangen, "denn wir wissen selber nicht so richtig, was der Gegner mitbringt. Unterhaching hat ja bis dato noch gar kein Spiel gemacht." Wundertüte Haching? Fakt ist: Mit 43 Toren reist nicht nur die stärkste Offensive  der Liga an die Ostsee, sondern mit lediglich 20 Gegentreffern auch die drittstärkste Defensive. Jens Härtel ist gewarnt: "Es ist eine Mannschaft, die ordentlich für Alarm sorgt, wenn sie ins Rollen kommt. Gerade in der Offensive."

Sind noch Steine im Rucksack?

Da, wo es bei den Hanseaten am meisten hapert. "Gegen Braunschweig und Wiesbaden hatten wir ja gute Anläufe, haben es dann aber nicht zu Ende gespielt. Wir müssen das Ding jetzt auch mal einfach über die Linie drücken", fordert Härtel, stellt aber gleichzeitig fest, dass dies die Aufgabe des gesamten Team sei. "Es liegt nicht immer nur an den Stürmern." Ob die Rostocker mit einer Dreier- oder Viererkette starten, ließ sich Härtel am Donnerstag nicht in die Karten schauen. Eine Tendenz hat der 49-Jährige aber dennoch: "Vieles hängt davon ab, wie wir hier zu Hause spielen wollen. Wie schaffen wir es, Druck zu erzeugen?"

Personell kann er am Samstag aus den Vollen schöpfen, alle Akteure sind fit und einsatzbereit. Nach dem Abwärtstrend aus den vergangenen Niederlagen stellt sich beim Fußballlehrer außerdem die Frage: "Haben wir da jetzt noch ein, zwei Steine im Rucksack oder schaffen wir es mit voller Energie in diese Partie zu gehen?" Eine Frage, die spätestens am Samstagabend beantwortet sein wird…

 

   

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