Erste Kickers-Niederlage unter Schwarz: "Schlampig und naiv"

Die 1:3-Niederlage am Samstag im Heimspiel gegen den SV Meppen war für die Würzburger Kickers die erste unter Trainer Danny Schwarz. Nach der Partie fand der 46-Jährige deutliche Worte – und richtete einen Appell an seine Mannschaft.

"Hatten wir anders erwartet"

Sichtlich bedient stand Moritz Heinrich dem vereinseigenen Medienkanal Rede und Antwort nach der bitteren Niederlage gegen den SV Meppen. Der 24-Jährige beklagte vor allem die Chancenverwertung im eigenen Spiel: "Es lag daran, dass wir unsere Chancen nicht genutzt haben. Meppen hat drei Chancen und macht drei Tore", sagte er sichtlich frustriert. Die Niederlage wäre sicherlich vermeidbar gewesen. Vor allem ging mit diesem Spiel eine positive Serie kaputt. Seit Schwarz das Traineramt Mitte Oktober übernommen hatte, konnte Würzburg in allen vier Spielen Punkte sammeln – nicht so am Samstag.

Dabei waren die Kickers nach 24 Minuten durch einen Kopfball-Treffer von Tobias Kraulich sogar in Führung gegangen, ließen anschließend aber die angesprochene Effizienz vermissen und gaben das Spiel im zweiten Durchgang aus der Hand. Schwarz habe sich somit gar nicht richtig über das 1:0 freuen können. Als "schlampig mit dem Ball" und "schlampig und naiv gegen den Ball" bezeichnete der Kickers-Coach das Agieren seiner Mannschaft. "Wir sind nicht an das Leistungsniveau gekommen, das uns vergangene Woche ausgezeichnet hat. Wir haben uns unter Wert verkauft. Das hatten wir anders erwartet." Zudem verwies auch er auf die Unterschiede in der Chancenverwertung und meinte: "Wir hatten es nicht verdient, das Spiel zu gewinnen, da wir fußballerisch nicht präzise genug waren. Wenn das fehlt, müssen wir konzentriert verteidigen und alles reinschmeißen."

Schwartz appelliert an die Mannschaft

Doch Zeit, um sich mit der Niederlage lange auseinanderzusetzen, haben die Würzburger nicht: Schon am Dienstag geht es mit dem Nachholspiel gegen Eintracht Braunschweig weiter. "Es ist immer ganz gut, wenn es dann zügig weiter geht mit dem nächsten Spiel", sagte Maximilian Breunig. Zudem ließ der 21-Jährige durchblicken, dass es trotz der Niederlage auch einiges Positives aus dem Spiel mitzunehmen gilt, da in seinen Augen das Spielerische über einige Phasen des Spiels passte.

Schwartz formulierte derweil einen Appell an sein Team: "Die Niederlage ist sicher ein Rückschlag. Ich hoffe aber, dass dieses Spiel einen Hallo-wach-Effekt hat. Die Spieler müssen wissen, dass sie in jeder Partie an ihre Leistungsgrenze gehen müssen. Heute waren zu viele Spieler dabei, die das nicht geschafft haben." Als Vorletzter liegen die Mainfranken weiterhin drei Punkte hinter dem rettenden Ufer, könnten mit einem Sieg gegen Braunschweig aber über den Strich springen, falls Türkgücü am Montagabend gegen Zwickau verliert.

 
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