Ernüchterung in Halle: Auch im letzten Derby nichts zu holen

Es zieht sich wie ein roter Faden durch die gemeinsame Drittliga-Historie. Der Hallesche FC kann gegen den 1. FC Magdeburg nicht gewinnen. Wieder einmal geht das Sachsen-Anhalt-Derby an die Mannschaft aus der Landeshauptstadt. Bei Halle-Coach Rico Schmitt "sitzt der Stachel tief".

Alles versucht, nichts gewonnen

Die Gesichter waren lang, die Fans wütend und der Gegner zufrieden. Jedem, der die vergangenen Derbys verfolgt hat, kommen diese Bilder bekannt vor. Jedem, der es mit dem Halleschen FC hält, hängen sie zum Halse heraus. Dennoch war es wieder einmal so weit: Der HFC verliert gegen den FCM. Die Mannschaft von der Saale bleibt also auch im vorerst letzten Drittliga-Derby gegen den ungeliebten Rivalen sieglos. Entsprechend fand der scheidende Trainer Rico Schmitt deutliche Worte: "Die Schleife drumherum binden nützt nichts. Ich muss meinen Angriff abschließen."

Worauf Schmitt anspielte, ist die kämpferisch und spielerisch durchaus ansehnliche Leistung der Hallenser, denen es allerdings an der letzten Konsequenz im Angriff mangelte. So gab der HFC das Spiel nach dominanter Anfangsphase aus der Hand. Ein Lattentreffer vom Magdeburger Türpitz (23.) diente als Initialzündung. In der Folge zeigten sich die Magdeburger gnadenlos, ein Doppelpack von Felix Lohkemper (32., 53.) besiegelte den verdienten Auswärtssieg. Heim-Trainer Schmitt fand auf der Pressekonferenz bei aller Enttäuschung anerkennende Worte für die Gäste: "Final war Magdeburg in zwei Situationen brutal effektiv. Das zeigt die Qualität."

Halle: Jenseits von Gut und böse

Während Magdeburg im Kampf um den Drittliga-Titel nicht lockerlässt, herrscht in Halle Ernüchterung – und dies nicht nur aufgrund der erneuten Derby-Pleite. Man scheint langsam genug vom grauen Mittelfeld zu haben, es soll mehr als nur der vorsichtige Blick nach oben sein. Problem bei der Sache: "Wir stehen mit 46 Punkten aktuell genau dort, wo wir hingehören.“ Was Schmitt feststellt, bedeutet in der Endabrechnung vermutlich wieder eines: Tabellenmittelfeld. Schwarzmalerei ist bei einem solchen Ergebnis nicht angesagt. Dennoch belegt der anstehende Trainerwechsel von Rico Schmitt zu dem aus Zwickau kommenden Torsten Ziegner deutlich den Wunsch nach neuen Impulsen.

   
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