Ernüchterung bei Wiesbaden: "Waren einfach nicht gut"

Nach sieben Punkten aus den letzten drei Spielen musste sich Wehen Wiesbaden am Samstag der SpVgg Unterhaching geschlagen geben. Die Hessen haderten mit dem eigenen Auftreten.

Nach dem Blitzstart folgt der Einbruch

Obwohl Maurice Malone den SV Wehen schon in der zweiten Minute in Führung gebracht hatte, stand am Ende eine 1:2-Niederlage in Unterhaching auf der Anzeigetafel. "Wir kamen gut ins Spiel rein", leitete Trainer Rüdiger Rehm sein Fazit auf der Pressekonferenz nach der Partie ein. "Da haben wir genau das erreicht, was wir erreichen wollten: den Gegner sofort treffen und beschäftigen. Danach war Haching aber einfach gieriger, wir waren immer einen Schritt zu spät", bemängelte er die zunehmende Passivität seiner Mannschaft.

Eine Erklärung für den Einbruch hatte Rehm auch parat: "Das ist auf den Kopf zurückzuführen. Am Ende waren die Kräfte ja da." Dennoch wachte der SVWW nach den Gegentoren von Dominik Stroh-Engel (20.) und Luca Marseiler (54.) viel zu spät auf und drückte erst in der Schlussphase auf den Ausgleich. So gab Rehm letztlich auch zu, dass das Ergebnis in Ordnung ging: "Wir gehen nicht unverdient als Verlierer vom Platz."

Malone kann sich nicht freuen

Sinnbildlich für die Partie stand das 2:1 durch Marseiler, dem eine beherzte Grätsche von Haching-Kapitän Markus Schwabl vorausging: "Wenn er den Ball nicht trifft, geht er wahrscheinlich vom Platz. Er hatte aber die Gier, dieses Duell anzunehmen. Das war für mich so ein bisschen die spielentscheidende Situation", so Rehm. Der 42-Jährigen stellte fest: "Insgesamt waren wir heute einfach nicht gut."

Das sah auch Torschütze Malone so, der sich bei "MagentaSport" über seinen sechsten Saisontreffer angesichts der Niederlage nicht freuen konnte: "Wir lassen uns das Spiel so aus der Hand nehmen, das darf nicht passieren! Da bringt mein Tor auch nichts." Angesprochen auf die zumindest leicht verbesserte zweite Halbzeit meinte der 20-Jährige: "Vielleicht lag es daran, dass der Gegner einen Tag weniger Pause hatte. Die eine oder andere Chance hat uns dann Rückenwind gegeben. Im Endeffekt hat uns das aber nicht geholfen und wir fahren mit null Punkten nach Hause." Mit 19 Punkten steht der Zweitliga-Absteiger momentan auf Platz sieben der Tabelle. Am kommenden Wochenende kommt es zum Duell mit Hansa Rostock, das nur einen Zähler vor Wehen steht.

   
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