Erfurt trifft auf Pokalschreck Meuselwitz

Ausnahmsweise steht unter der Woche kein Nachholspiel für Rot-Weiß Erfurt ein. Dafür kommt es am heutigen Mittwoch in der Blue-Chip-Arena in Meuselwitz zum Halbfinale des Thüringenpokals. Die Gastgeber, aktuell vierplatzierter in der Regionalliga Nordost, empfangen das Team aus der Thüringer Landeshauptstadt. Ursprünglich sollten die Erfurter an diesem Tag bei der zweiten Mannschaft des entthronten deutschen Meisters aus Dortmund antreten. Doch die Auslosung der Champions-League, welche ergab, dass der BVB am 24. April vor heimischer Kulisse auf die "Königlichen" aus Madrid treffen wird, machte den Plan zunichte. Die Medien beanspruchten das Spielfeld der Stadions "Rote Erde" für sich und machten eine Austragung unmöglich. Deshalb wurde die Begegnung auf den 07. Mai verlegt, nur ein Tag vor dem angesetzten Spiel der Meuselwitzer gegen Erfurt. Nach Zusammenkunft der Vereine und des TFV (Thüringer Fußball-Verband) entschied man, die Partie auf eben jenen 24. April vorzuverlegen. Zum Ärger vieler Fans wurde die Anstoßzeit auf 17.15 Uhr gelegt.

 "Wichtigsten Spiel des Halbjahres"

So kommt es nun, dass Erfurt bereits diese Woche beim Angstgegner, den Zipsendorfer Fußball-Klub Meuselwitz, antreten muss. RWE, letztmalig 2009 Sieger des Landespokals, schied in der vergangenen Saison an Ort und Stelle nach der Verlängerung mit 0:1 aus. Auch der ehemalige Nationalspieler Marco Engelhardt kann sich noch gut an die Schmach im April 2012 erinnern: "Wir müssen, anders als im Vorjahr, von Anfang an Gas geben und dürfen keine Luft dran kommen lassen" und bescheinigt dem ZFC-Trainer Holm Pinder "eine willige und bissige Truppe". Der Klub aus Ost-Thüringen gewann den Pokal, dessen Gewinn automatisch zur Teilnahme am DFB-Pokal qualifiziert, zuletzt 2010 und 2011, musste sich letztes Jahr auch erst im Finale dem FC Carl-Zeiss Jena geschlagen geben. So konnte man sich in der Vergangenheit zu Thüringens drittstärkstem Team nach Erfurt und Jena hocharbeiten. Das andere Finale bestreiten ein Sechst- und Siebtligist. Somit wird der Gewinner der heutigen Begegnung unter normalen Umständen bereits mit den knapp 100.000 Euro, die ein Erscheinen im Lostopf zur Erstrunden-Auslosung einbringt, fest einplanen. Aus diesen Gründen stuft Erfurts Präsident Rolf Rombach das Duell zum "wichtigsten Spiel des Halbjahres" ein. Um den geforderten Liquiditätsnachweis seitens des DFB erbringen zu können, ist der notorisch klamme Verein auf das Geld angewiesen.

FOTO: Cello Klettermaxe / fototifosi.de

 

 

   
Back to top button