Erfurt empfängt Osnabrück: Wer hält den Anschluss zur Spitze?

Der FC Rot-Weiß Erfurt empfängt am morgigen Samstag (Anpfiff 14 Uhr; live auf ndr.de) den VfL Osnabrück zum Verfolger-Duell des elften Spieltags. Die punkt- und torgleich mit RB Leipzig auf Rang vier liegenden Erfurter verloren ihr Gastspiel bei Stuttgart II nach zuletzt drei Siegen in Folge und wollen durch einen Heimsieg den dritten Tabellenplatz von den Osnabrückern zurückerobern. Der VfL setzte sich vor heimischem Publikum zuletzt mit 3:2 gegen RB Leipzig durch.

 Göbel: Wollen es besser machen als in Stuttgart

Die Thüringer können mit ihrem Saisonstart bisher sehr zufrieden sein, stehen nach zehn Partien auf Rang vier und haben zumindest den Zweitplatzierten aus Wiesbaden im Blick. Umso ärgerlicher war die Niederlage in Stuttgart am vergangenen Wochenende, bei der man die zuletzt gezeigten Tugenden nicht abrufen konnte. Dies soll sich nun gegen den VfL Osnabrück ändern. "Wir haben das Stuttgart-Spiel aufgearbeitet und werden Samstag das besser machen, was vergangenen Spieltag gefehlt hat. Griffigkeit, schnelles Umschalten und wir wollen nicht so behäbig spielen", sagte Patrick Göbel auf der Pressekonferenz. Der 20 Jahre alte Mittelfeldspieler, der schon seit der Jugend im Verein ist, konnte sich zuletzt einen Stammplatz erarbeiten und trat beim Spiel in Kiel auch als Vorlagengeber in Erscheinung. Schmerzlich vermisste wurde im Gazi-Stadion Stürmer Simon Brandstetter, den Trainer Walter Kogler mit Blick auf seine kommende Leistenoperation auch die kommenden drei bis vier Wochen ersetzen muss. Mit Wiegel, Stolze, Nielsen und Nietfeld, dem Ehrentorschützen aus Stuttgart, stehen jedoch genügend Alternativen zur Verfügung. Ein altbekanntes Problem sind die fehlenden Zuschauer, mit deren Hilfe das Team die drei Punkte im Steigerwaldstadion behalten will. "Wenn wir auf Sicht mehr Zuschauer haben wollen, dann müssen wir Kontinuität in unsere Ergebnisse bringen", sagte Walter Kogler und fügte an, dass mit Osnabrück "ein großer Gegner" kommt, der vielleicht mehr Zuschauer als zuletzt anlockt. Diese werden am Samstag abgesehen von Brandstetter nur den frisch am Schienbein operierten Jens Möckel nicht sehen, ansonsten sind bei RWE alle Mann an Bord.

 Osnabrück mit Pokal-Aus im Gepäck nach Erfurt

Das Team von Trainer Maik Walpurgis musste bereits unter der Woche in der zweiten Runde des DFB-Pokals ran, scheiterte dort jedoch in heimischen Gefilden mit 0:1 an Zweitligist Union Berlin. 90 kräfteraubende Minuten, die dem Team um Kapitän Paul Thomik am Samstag fehlen könnten. In der Liga ging es nach einem kleinen Durchhänger mit nur zwei Punkten aus vier Spielen zuletzt wieder bergauf. Ein Sieg in Burghausen (4:1) und ein Erfolg gegen RB Leipzig katapultierten die "Lila-Weißen" trotz eines Spiels weniger auf Platz drei der Tabelle. Einen Ort, an dem die Niedersachsen aufgrund ihres Umbruchs im Sommer nicht viele erwartet hätten. An das letzte Spiel im Erfurter Steigerwaldstadion werden sich Spieler und Anhänger des Vereins nur ungern erinnern. Als Tabellenführer angereist musste man eine 1:2-Niederlage hinnehmen und rutschte auf Rang drei ab, den man auch am Ende der Saison innehatte. Mit einem Erfolg würde sich das Team weiter oben festsetzen und hätte zudem noch den Bonus, ein Spiel weniger absolviert zu haben als die Konkurrenz. Der VfL wird nach Erfurt jedoch ohne die verletzten Michael Hohnstedt (Nasenbeinbruch), Yannic Thiel (Kapselriss und Knochödem) und Stanislav Iljutcenko (Rückenbeschwerden).

Die Zuschauer erwartet ein enges, ausgeglichenes Spiel, bei dem keinem Team die Rolle des Favoriten zugesprochen werden kann. Die Rot-Weißen sind durch den Ausfall Brandstetters in der Offensive geschwächt, werden sich aber von der Niederlage in Stuttgart erholt zeigen. Beim VfL bleibt abzuwarten, ob das Pokalspiel sowohl physisch, als auch psychisch abgehackt ist.

Voraussichtliche Aufstellungen:

Rot-Weiß Erfurt: Klewin – Odak, Kleineheismann, Laurito, Czichos – Möhwald, Engelhardt – Göbel, Öztürk, Tunjic, Wiegel

VfL Osnabrück: Fernandes – Pisot, Stadel, Karikari,
Dercho – Nagy, Zenga,
Feldhahn, Hohnstedt – Spann, Grimaldi

 

FOTO: Marcel Junghanns / Klettermaxe Photographie / Fototifosi

   
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