Erfurt empfängt Darmstadt unter Flutlicht

Am heutigen Freitag (Anpfiff 19 Uhr) empfängt der FC Rot-Weiß Erfurt den SV Darmstadt 98 zum Auftaktspiel des 17. Spieltages. Die Thüringer gingen nach einem Tief im Oktober zuletzt zwei Mal in Folge als Sieger vom Platz und stehen mit 26 Punkten auf dem vierten Rang. Die Gäste aus Hessen warten seit zwei Partien auf einen Punktgewinn, verloren in Burghausen und zu Hause gegen RB Leipzig. Mit 25 Zählern stehen die "Lilien" aber noch immer auf einem starken sechsten Platz.

 Kogler: "Es gibt keinen Grund, an uns zu zweifeln."

Seit ein paar Tagen setzt in Erfurt immer wieder leichter Schneeregen ein. Nicht gerade das beste Fußballwetter – der Platz dürfte tief und schwer zu bespielen sein. RWE-Coach Walter Kogler hofft deshalb, dass seine Spieler mit den Verhältnissen ebenso gut klarkommen werden wie in Dortmund, wo sie "die richtigen Lösungen gefunden“ hatten und mit 3:0 gewannen. Mit einem Sieg gegen das Überraschungsteam aus Darmstadt könnten die Thüringer erstmals seit acht Wochen wieder auf den dritten Platz der Tabelle klettern. Damals gelang dies nach einem 3:1-Heimerfolg gegen den VfL Osnabrück. Doch in der bisherigen Spielzeit fiel auf, dass die Rot-Weißen bei der Möglichkeit, sich in eine hervorragende Ausgangsposition zu bringen, das Nervenflattern bekamen und enttäuschten. Von Mentalitätsproblemen will Kogler allerdings nichts wissen. "Wir haben nach einer Schwächephase im Oktober zurück in die Erfolgsspur gefunden und zuletzt zweimal zu null gewonnen. Es gibt keinen Grund, an uns zu zweifeln", betont der Österreicher. Wie sein Trainer erwartet auch RWE-Kapitän Nils Pfingsten-Reddig ein schweres Spiel. Die Darmstädter "sind eine kompakte Mannschaft, die gut gegen den Ball arbeitet und einige herausragende Spieler hat", so der 31-Jährige. Nach seiner Gelb-Sperre kehrt Innenverteidiger Stefan Kleineheismann wieder in den Kader zurück. Weiterhin fehlen der noch ein Spiel gesperrte Rafael Czichos und die verletzten Jens Möckel und Simon Brandstetter.

 Schuster: "Es zählt nur der Klassenerhalt."

Anders als die Erfurter war das Team von Trainer Dirk Schuster in der vergangenen Woche im Landespokal gefordert und zog mit einem 3:0-Erfolg gegen Eschborn ins Halbfinale ein. Vielleicht konnten so auch die beiden enttäuschenden Niederlagen gegen Wacker Burghausen und RB Leipzig etwas aus den Köpfen der Spieler verdrängt werden. In Thüringen soll jedenfalls wieder etwas Zählbares eingefahren werden. Der SVD-Trainer rechnet jedoch mit einer engen und kampfbetonten Begegnung: "Wir spielen gegen eine Mannschaft, die ähnlich spielt wie wir. Erfurt hat einen enormen Teamgeist und fällt unter anderem durch hohe Kampfbereitschaft positiv auf", wird er auf der Vereinshomepage zitiert. Gute Erinnerungen hat der Verein an den letzten Auftritt im Erfurter Steigerwaldstadion. Mit 4:2 gewann das Team im Mai dieses Jahres und schöpfte wieder Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt. Mit einem erneuten Sieg könnte die Mannschaft dieses Mal auf den Relegationsrang drei springen. Eine Entwicklung, mit der nach dem sportlichen Abstieg nicht zwingend zu rechnen war. "Die Tabelle interessiert mich nicht", betont Schuster jedoch bei "echo-online". Für ihn gilt weiterhin nur das Ziel Klassenerhalt. Den "Lilien" nicht zur Verfügung stehen die Verletzten Uwe Hesse, Julius Biada, Nikola Mladenovic (krank) und Julian Ratei, der nach langer Verletzungspause mittlerweile wieder in den Trainingsbetrieb zurückgekehrt ist.

Voraussichtliche Aufstellungen:

Rot-Weiß Erfurt: Klewin – Odak, Laurito, Kleineheismann (Engelhardt), Kreuzer – Wiegel, Möhwald, Engelhardt (Pfingsten-Reddig), Öztürk – Tunjic, Nietfeld

SV Darmstadt 98: Zimmermann – Sirigu, Gorka, Sulu, Stegmayer – Ivana, Gondorf, Behrens, Heller – Stroh-Engel, Sailer

 

FOTO: Marcel Junghanns / Klettermaxe Photographie / Fototifosi

   
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