Entscheidende Phase? SGD startet Wochen der Verfolgerduelle

In den kommenden vier Spielen kann Dynamo Dresden große Schritte in Richtung der 2. Bundesliga gehen, spielt der Tabellenführer doch ausnahmslos gegen die direkten Konkurrenten. Den Anfang macht die Partie gegen Saarbrücken, die in der Hinrunde noch zugunsten des Aufsteigers ausging. Cheftrainer Markus Kauczinski erwartet den Gegner daher nicht weniger mutig.

SGD hat "viele kleine Bausteine" verbessert

Was haben die Verfolger aus Saarbrücken, Wiesbaden oder München im Aufstiegskampf noch mitzusprechen? Kauczinski glaubte fest daran, dass die Teams um "die Plätze fünf, sechs" herum bis zum Ende der Saison im Rennen dabeibleiben, wenngleich die Dresdner sich aktuell mit zehn Punkten vor den vierten Rang stellen. In den kommenden Spielen hat die SGD zudem alles selbst in der Hand, denn gegen eben genau jene Verfolger spielen die Sachsen nacheinander. "Wir hoffen, dass wir die engen Momente, die den Fußball ausmachen, auf unsere Seite bringen", gab Kauczinski als Marschroute für diese Begegnungen aus, die möglicherweise einige Schlüsselmomente für den Aufstieg bereithalten könnten.

In der Hinrunde war die Rollenverteilung dabei noch andersherum, denn bei der 1:2-Niederlage gegen Saarbrücken verlor die SGD seinerzeit gegen den Tabellenführer. Seither holte Dynamo starke 41 Punkte aus 19 Spielen. "Wir haben uns in allen Bereichen entwickelt. Sowohl die Stabilität in den Spielphasen, was die defensive Zusammenarbeit, als auch das, was wir gemeinsam nach vorne kombinieren", verwies Kauczinski darauf, dass es stets "viele kleine Bausteine" zu verbessern gibt. Der Erfolg gibt dem Übungsleiter Recht, denn fünf der letzten sechs Spiele konnte Dresden für sich entscheiden.

"Es ist unser Stadion, unser Rasen"

Seinen Teil trug auch Kevin Ehlers dazu bei, der vor allem dem vierten Spiel der Woche gegen Hansa Rostock entgegenfiebert – dort arbeitet Vater Uwe Ehlers als Co-Trainer. Doch für den Innenverteidiger sind ohnehin alle Spiele im letzten Saisonviertel wichtig: "Ob jetzt gegen 1860, Wehen oder Zwickau. Wir wissen, dass es um viel geht." Dass er der SGD trotz großem Interesse, auch höherklassiger Klubs, im Sommer erhalten blieb, bereute der Abwehrspieler nicht. Zumal er nach einem holprigen Saisonstart seit Dezember wieder zum absoluten Stamm zählt. Nur das erste Profitor lässt weiterhin auf sich warten: "Ich habe mich sehr geärgert, dass es noch nicht geklappt hat, weil ich war in den letzten Spielen wirklich sehr nah dran. Ich sage mal so, es wird Zeit, oder?"

Wartet Ehlers möglicherweise auf das geeignete Publikum? Aktivitäten rund um die Zuschauerrückkehr im Profi-Fußball nehmen allgemein zu, Hansa Rostock könnte nächste Woche den Anfang machen. Seitens der SGD heißt es aktuell, dass sich die Vereinsverantwortlichen intensiv mit Szenarien und Lösungen beschäftigen. "Aber wir wollen keine falschen Erwartungen wecken", betonte Pressesprecher Henry Buschmann in der Pressekonferenz mehrfach, dass spruchreife Planungen nicht stehen. Den Heimvorteil, für den in erster Linie die Fans verantwortlich sind, spürt SGD-Cheftrainer Markus Kauczinski dennoch. "Es ist unser Stadion, unser Rasen. Es ist ein anderes Gefühl", so der Übungsleiter – auch in dem Wissen, dass die Fans gedanklich wohl jederzeit dabei sind. So vermutlich auch am Samstag (14 Uhr) beim Heimspiel gegen Saarbrücken, bei dem auch Torhüter Kevin Broll dabei sein wird. Im Training war der Keeper zuvor wegen Problemen mit der Wirbelsäule geschont worden, wie Trainingskiebitze gesehen hatten.

   

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