Enochs gibt den Mahner: "Müssen noch 42 Punkte holen"

Abwehrspieler Patrick Göbel hat dem FSV Zwickau mit drei Vorlagen einen optimalen Saisonstart aufgelegt. Im Ostduell mit dem Halleschen FC zogen die Schwäne am Ende zwar den 3:2-Heimsieg, doch das Team von Joe Enochs machte es bis zum Schluss spannend. Trotzdem hatte es dem Übungsleiter Spaß gemacht.

"Werden oft auf lange Bälle reduziert"

Besonders die Kulisse von fast 7.000 Zuschauern an einem warmen Sommertag erfreute den US-Amerikaner, wie er in der Pressekonferenz nach Abpfiff deutlich machte. Zuvor erlebte er den Sahnetag von Patrick Göbel, der an allen Toren der Zwickauer an diesem Tag beteiligt war. "Wir haben eine spielstarke Mannschaft hoch gepresst und sie zu vielen Fehlern gezwungen. Ein paar davon haben wir ausgenutzt", so der FSV-Coach. Das hatte nicht nur mit der berüchtigten Langholz-Taktik zu tun, für die der FSV wie kaum ein anderes Team steht. Doch das war Enochs an diesem Tag zu einfach: "Wir werden oft darauf reduziert, nur den langen Ball zu spielen. Aber wenn wir zwei robuste Stürmer haben, wieso sollten wir die nicht anspielen?"

Mit Dominic Baumann und Noel Eichinger trugen sich sogleich zwei Stürmer in die Torschützenliste ein. Zudem auch Urgestein Davy Frick. "Bei der Hereingabe brauchst du nur noch den Kopf reinhalten", lobte er die Vorlage von Patrick Göbel am Mikrofon von "MagentaSport". Trotzdem gehört zum Spielverlauf auch dazu, dass Halle mit zwei eigenen Treffern bis zum Schluss auf den Ausgleich spielte. Das wiederum ärgerte Frick: "Wir hatten die erste Halbzeit im Griff. Warum wir es hinten heraus so offen machen, weiß ich nicht. Müssen wir analysieren."

Enochs mahnt, warnt und schmunzelt

Es ging gut, weswegen der FSV den Auftaktssieg im Ostduell gegen den HFC feiern durfte. "Siege feiert man nicht mit einem Kasten Wasser", zeigte sich Torschütze Frick spendabel. Doch Zwickau bleibt natürlich bodenständig, wie auch Enochs weiter ausführte. "Drei Punkte sind am Ende auch nur drei Punkte. Wir müssen noch 42 Punkte holen", so der FSV-Coach am 1. Spieltag – immerhin mit einem leichten Lächeln. "Solche Spiele sind schön, wenn man auf der Siegerseite steht."

Dem FSV glückte der Sieg zum Auftakt, weil die Zwickauer im ersten Durchgang effizienter waren und die Partie unter ihre Kontrolle nahmen. Der Vergleich zum Vorjahr zeigt: Dort folgte der erste Erfolg erst am 9. Spieltag. Nun lässt es sich auch für Joe Enochs leichter arbeiten, der seine Warnungen bestätigt sah: "Selbst eine 2:0-Führung ist sehr gefährlich, falls wir glauben, einen Schritt weniger machen zu können. Mit dem 3:1 dachten wir dann, es käme wieder etwas mehr Ruhe rein. So war es nicht." Doch am Ende ging der Plan dann auf.

   
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