Eintracht Braunschweig: Auch Dirk Schuster ein Trainerkandidat?

Nach der Absage von Christian Neidhart geht die Suche bei Eintracht Braunschweig nach einem neuen Trainer weiter. Ein Kandidat soll nun auch Dirk Schuster sein, wie die "Braunschweiger Zeitung" berichtet.

Zuletzt in Aue

Der 53-Jährige stand zuletzt zwischen August 2019 und Mai 2021 bei Zweitligist Erzgebirge Aue an der Seitenlinie und hatte sich in der vergangenen Woche auf eine vorzeitige Auflösung seines bis 2022 laufenden Vertrags geeinigt, nachdem es auf der Führungsebene "zu unterschiedlichen Ansichten in sportlichen Fragen" gekommen war. Bei den letzten beiden Saisonspielen stand er nach einer Krankschreibung schon nicht mehr an der Seitenlinie. Zuvor führte er Aue zweimal zum vorzeitigen Klassenerhalt (Platz 7 und 12).

Begonnen hatte seine Trainerkarriere bei den Stuttgarter Kickers (2009-2012), die er 2012 in die 3. Liga führte. Beim SV Darmstadt 98 (2012-2016) erlebte Schuster anschließend seine bisher erfolgreichste Phase, als er die Lilien erst in die 2. Bundesliga (2014), nur ein Jahr später sogar in die Bundesliga und dann auch noch zum Klassenerhalt im Oberhaus führte. Es folgte ein eher glückloses Engagement beim FC Augsburg (Juli bis Dezember 2016), ehe er im Dezember 2017 nach Darmstadt zurückkehrte. In seiner zweiten Amtszeit bei den Hessen konnte er allerdings nicht an frühere Erfolge anknüpfen und musste nach nur 13 Siegen aus 41 Spielen im Februar 2019 wieder gehen.

Insgesamt kann der gebürtige Karl-Marx-Städter die Erfahrung von 48 Erst-, 136 Zweit- und 73 Drittliga-Partien vorweisen. Weiterhin gehandelt werden auch Michael Schiele (zuletzt Sandhausen), Bernhard Trares (zuletzt Würzburg), Markus Kauczinski (zuletzt Dresden) und Alois Schwartz (zuletzt Karlsruhe).

Spieler liegen Angebote zur Verlängerung vor

Neben der Suche nach einem neuen Trainer schreitet im Hintergrund auch die Kaderplanung voran. Nach Angaben der "Braunschweiger Zeitung" haben sich Sport-Geschäftsführer Peter Vollmann und Kaderplaner Dennis Kruppke in den vergangenen Tagen mit sämtlichen Akteuren aus dem bisherigen Aufgebot unterhalten, die nicht mehr unter Vertrag stehen, aber gehalten werden sollen. Jeder dieser Spieler soll inzwischen einen unterschriftsreifen Vertrag vorliegen haben und "sich so bald wie möglich entscheiden, ob er zu diesen Konditionen annimmt", schreibt das Blatt.

Unter anderem sollen Danilo Wiebe, Marcel Bär, Yari Otto, Brian Behrendt und Oumar Diakhite ein Angebot vorliegen haben. Jannis Nikolaou gehört dagegen zu den zehn Spielern, die noch unter Vertrag stehen. Allerdings hat der 27-Jährige eine Austiegsklausel, die laut der Zeitung aber in den nächsten Tagen gezogen werden müsste. Andernfalls würde der Mittelfeldspieler erstmal bleiben – zumindest vorerst. Entscheidungen in der Trainer- und Spielerfrage werden für die nächsten Tage erwartet. In einem Interview auf der Vereinshomepage spricht Präsident Christoph Bratmann davon, dass sich die Trainersuche auf der Zielgeraden befinde.

   
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