"Kleiner Schock": FCM benötigt Ausweichstadion für Lizenz

Um die Lizenz für die kommende Saison in der 2. Bundesliga bzw. in der 3. Liga zu erhalten, muss der 1. FC Magdeburg bis Ende Mai bzw. Anfang Juni ein Ausweichstadion benennen, das zu allen Heimspielen der kommenden Serie zur Verfügung steht. Hintergrund sind die baustatischen Probleme in der MDCC-Arena.

FCM sucht Lösung

Manager Mario Kallnik sprach gegenüber der "Deutschen Presse Agentur" im Hinblick auf die DFB-Bedingung von einem "kleinen Schock", zeigte sich aber zuversichtlich, was die Suche nach einem Ausweichstadion betrifft: "Wir haben Kontakt aufgenommen mit Vereinen in der Umgebung." Konkrete Vereine bzw. Stadien nannte er zwar nicht, denkbar wären aber beispielsweise das Eintracht-Stadion in Braunschweig (23.300 Plätze), die VW-Arena in Wolfsburg (30.000), die HDI-Arena in Hannover (49.000) oder möglicherweise auch die Alte Försterei in Berlin (22.000). "Es gibt keinen Grund, pessimistisch zu sein", betonte Kallnik. Bis zum 31. Mai (DFL) und 2. Juni (DFB) muss der FCM das entsprechende Ausweichstadion benannt haben.

Hüpfverbot nach Statikproblemen

Am 5. November des vergangenen Jahres waren bei baudynamischen Untersuchungen und Messungen Statikprobleme unterhalb der Tribünen festgestellt worden. Demnach sei die Panikgrenze, ein subjektives Gefühl, angesichts tatsächlicher oder angenommener Gefahr, fliehen zu müssen, teilweise um das Dreifache überschritten worden. Im schlimmsten Fall könnten die Tribünen bei zu starken Schwingungen – ausgelöst durch rhythmisches Hüpfen – einstürzen. Daher gilt seit Ende November ein striktes Hüpfverbot auf allen Tribünen. Die gute Nachricht: Für den wirtschaftlichen Bereich sind dem FCM keine Auflagen erteilt worden.

Zuschauerrekord gegen Lotte

Unterdessen wird der 1. FC Magdeburg beim letzten Saisonspiel gegen die Sportfreunde Lotte am 20. Mai einen neuen Drittliga-Zuschauerrekord in dieser Saison aufstellen: Mit 23.386 Plätzen ist der Heimbereich bereits restlos ausverkauft. Die bisherige Bestmarke datiert vom Heimspiel gegen Hansa Rostock am 14. Spieltag, als 21.000 Zuschauer den Weg in die MDCC-Arena fanden. Für die kommende Partie vor heimischer Kulisse gegen den FSV Frankfurt am 6. Mai sind bisher 13.500 Karten verkauft.

   
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