Ehemaliger Osnabrücker Cichon für zwei Jahre gesperrt

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den 37-jährigen Thomas Cichon auf Antrag des DFB-Kontrollausschusses wegen unsportlichen Verhaltens für knapp zwei Jahre bis einschließlich den 9. Juli 2015 gesperrt. Der Kontrollausschuss und das Sportgericht sehen es als erwiesen an, "dass Cichon Manipulationsabreden hinsichtlich der Zweitligaspiele zwischen Alemannia Aachen und dem VfL Osnabrück am 21. November 2008, dem FC Augsburg und dem VfL Osnabrück am 17. April 2009 sowie dem 1. FC Nürnberg und dem VfL Osnabrück am 13. Mai 2009 getroffen hat. Ein Nachweis, dass es von Cichon während dieser Spiele tatsächlich zu Manipulationshandlungen gekommen ist, konnte dagegen nicht geführt werden", heißt es beim DFB.

 Cichon bedauert Verhalten

Der Grund für die Sperre bis zum 9. Juli 2015 ist, dass Cichon zwei Jahre zuvor wieder als Mitglied in einen Verein im Bereich des DFB eingetreten war. Zuvor unterlag er nicht der DFB-Sportgerichtsbarkeit, sodass das Verfahren erst jetzt zum Abschluss gebracht werden konnte. Bei der Festlegung der Strafe wurde dem gebürtigen Polen zugute gehalten, dass "er sein Fehlverhalten bedauert und zudem seit Januar 2011 nicht mehr gespielt hat. Cichon ist sich bewusst, dass er dem Fußball durch sein Verhalten erheblichen Schaden zugefügt hat", heißt es in der Mitteilung.

Thomas Cichon lief zwischen Januar 2006 und Juli 2009 in 105 Pflichtspielen für den VfL Osnabrück auf und feierte 2007 mit dem Verein den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Der ehemalige Innenverteidiger kann auch auf 132 Bundesligaspiele für den 1. FC Köln zurückblicken, stieg mit den "Geißböcken" zwei Mal in Deutschlands höchste Spielklasse auf.

FOTO: Flohre Fotografie

   
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