Dynamo zurück im Aufstiegsrennen: "In uns steckt Mentalität"

So langsam kommt Dynamo Dresden in Fahrt! Am Montagabend setzten sich die Sachsen mit 2:1 beim TSV 1860 München durch, drehten wie schon in Oldenburg eine Rückstand, liegen nur noch sechs Punkte hinter Rang drei – und sind damit zurück im Aufstiegsrennen. Bei aller Freude offenbarte der erste Durchgang allerdings noch viel Arbeit.

Schwächstes Team in der ersten Halbzeit

Marcel Bär hatte noch einmal die ganz dicke Chance auf den Ausgleich, köpfte nach einer Ecke jedoch genau in die Arme von SGD-Schlussmann Stefan Drljaca (85.). Deshalb bliebt es letztlich beim Auswärtssieg der Schwarz-Gelben, der nach dem Abpfiff groß bejubelt wurde. Denn dank Stefan Kutschke (56.) und Dennis Borkowski (76.) drehten die Gäste das Spiel im zweiten Durchgang noch zu ihren Gunsten, holten den zweiten Auswärtssieg in Serie.

Wie schon am vergangenen Wochenende beim VfB Oldenburg (3:1) verschlief Dynamo die Anfangsphase aber komplett, lag am Montagabend bei den Löwen nach fünf Minuten durch Albion Vrenezi hinten. "Wir waren die ersten 20 Minuten Überhaut nicht im Spiel", war Trainer Markus Anfang bei "MagentaSport" unzufrieden. Es ist beeindruckend, wie schwach der Absteiger in den ersten 45 Minuten ist: Nur 17 Punkte hätte die SGD geholt, wäre nach der ersten Halbzeit Schluss. Kein anderes Team der Liga ist so harmlos.

"Das müssen wir schnell aufarbeiten"

Es seien Probleme, "die wir auch angesprochen haben", so Kutschke. "Es ist vor dem Spiel alles besprochen wurde. Wir waren darauf eingestellt, was passieren wird." Dennoch erlaubte sich sein Team im Spielaufbau einen verheerenden Fehlpass und konnte diesen nicht mehr ausbügeln. "Wir sind unsortiert und noch nicht so bei der Sache gewesen. Das ist uns auch in der Hinrunde schon passiert. Das müssen wir schnell aufarbeiten", forderte der Angreifer.

Immerhin wachten die Dresdner nach rund 30 Minuten auf, waren danach das bessere Team und holten sich noch die drei Punkte. "Es gibt Power, wenn du Rückstände drehst. Aber es sollte nicht zur Normalität werden, dass wir in Rückstand geraten müssen, damit der Motor ins Rollen kommt", betonte der 34-Jährige. "In uns steckt Mentalität, das haben wir aber nicht immer abrufen können in der Hinrunde."

"Ich bin optimistisch"

Das soll nun in den verbleibenden 18 Spielen der Fall sein. Vielleicht gelingt dann doch noch der Aufstieg und der Sprung zumindest auf den Relegationsrang, der aktuell sechs Punkte vom Tabellenneunten entfernt ist. Zurück im Rennen sind die Sachsen nach den beiden Siegen jedenfalls. "Es werden die nächsten Wochen zeigen, ob wir nochmal angreifen können", sagte der Angreifer über die Ambitionen. "Wir wollen besser werden, aber es ist noch viel Zeit, die gespielt werden muss. Ich bin optimistisch, was die Situation und den Prozess betrifft, dass es da schon vorwärts geht." Den nächsten Schritt können die Sachsen am kommenden Samstag im Derby gegen Halle machen.

   

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