Dynamo-Manager Ralf Minge: Wollen um den Aufstieg mitspielen

Nach sechs Spielen ohne Sieg feierte Dynamo Dresden beim F.C. Hansa Rostock einen 3:1-Erfolg, der die Sachsen weiter in der Spitzengruppe der Liga hält. Am vergangenen Sonntag verpassten es die Schwarz-Gelben jedoch, trotz Chancenplus bei der U23 des VfB Stuttgart zu gewinnen (0:0). Somit steht aus den vergangenen acht Partien nur ein Sieg zu Buche. Als Sechster liegt die SGD dennoch nur fünf Punkte hinter dem Spitzenreiter aus Bielefeld – ein überschaubarer Rückstand. Deshalb ist das Thema Aufstieg in die 2. Bundesliga nicht vom Tisch. Sportdirektor Ralf Minge äußerte in einem Interview gegenüber dem "Mitteldeutschen Rundfunk" eine interessante Sichtweise: "Es ist dieses Jahr so, dass man nur um den Klassenerhalt oder den Aufstieg spielen kann. Es gibt nur diese zwei Zielsetzungen und die Mannschaft will nicht um den Klassenerhalt spielen – ganz einfach", so der 54-Jährige.

Ein Ziel darf auch einmal verfehlt werden

Nach dem Ende der Hinrunde zieht Minge eine positive Bilanz: "Wir haben jetzt die Hälfte der Spiele absolviert, da kann man das Leistungsvermögen der Mannschaft ganz gut einschätzen und da kann es nicht unser Anspruch sein, um den Klassenerhalt zu spielen. Die Mannschaft hat gezeigt, was sie kann und im Leistungssport sollte man sich hohe Ziele setzen." Der 36-malige DDR-Nationalspieler weiß aber auch: "Das heißt nicht, dass man ein Ziel auch einmal verfehlen kann. Aber um den Aufstieg mitzuspielen ist mehr als legitim." Bis zur Winterpause empfängt Dynamo Dresden den VfL Osnabrück und Energie Cottbus vor heimischem Publikum. Bei einem positiven Ausgang beider Spiele ist für den Rest der Saison nach oben alles möglich. Dennoch überrascht das Statement von Minge zu diesem Zeitpunkt, da bei der SGD nach dem Zweitliga-Abstieg im vergangenen Mai und dem Neustart in der 3. Liga zunächst keine Rede vom direkten Wiederaufstieg war.

   
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