Dynamo Dresden: Nächster Härtetest in Duisburg

Rein von den Ergebnissen her verliefen die letzten beiden Spieltage für die SG Dynamo Dresden nicht zufriedenstellend. Der 1:4-Niederlage in Bielefeld folgte ein torloses Unentschieden vor heimischen Fans gegen Fortuna Köln. Am Samstag bestreiten die Dresdner nun das dritte Spiel in Folge gegen einen Westklub. Die Elf von Trainer Stefan Böger ist beim MSV Duisburg zu Gast. Auf die Sachsen wartet somit der nächste Härtetest. Die Duisburger liegen auf dem siebten Tabellenplatz, haben aber nur einen Punkt weniger auf dem Konto, als die Dresdner Dynamos, welche auf dem 3. Platz rangieren.

Zwei Mannschaften auf Augenhöhe

Während die Dresdner wie bereits eingangs erwähnt, deutlich gegen Bielefeld verloren und gegen Köln Remis spielten, können die Duisburger auf eine ähnliche Bilanz aus den letzten beiden Partien blicken. Von der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart trennte man sich zu Hause mit einem 1:1, in Cottbus setzte es am vergangenen Wochenende eine 0:2-Niederlage. Der MSV Duisburg hat in dieser Saison noch kein Heimspiel verloren, aber bei drei Siegen auch schon viermal Unentschieden gespielt. Die Dresdner sind in dieser Saison auswärts nicht zu unterschätzen. Verlor man zwar in Erfurt und Bielefeld, holte man auf der Gegenseite bereits drei Siege und zwei Unentschieden. Somit werden sich am Samstag zwei Mannschaften auf Augenhöhe begegnen. Zumal das Torverhältnis beider Teams (21:15 bei Duisburg und 22:17 bei Dresden) sich fast die Waage hält. In der 3.Liga standen sich die Kontrahenten noch nicht gegenüber. Dafür duellierten sich beide Vereine bereits zwölf Mal in der 1. und 2. Bundesliga. Auch hier sind Duisburg und Dresden gleich auf. Jede Mannschaft konnte vier Partien gewinnen, vier endeten mit einem Remis, auch das Torverhältnis ist mit 16:16 Toren ausgeglichen.

Dresden will endlich wieder gewinnen

Der letzte Sieg in der 3.Liga wird am Samstag dann bereits fast einen Monat her sein. Am 27.09.2014 gewannen die Dresdner das Spitzenspiel gegen den Chemnitzer FC mit 1:0 und eroberten die Tabellenspitze. Seit dem ging den Sachsen die Leichtigkeit abhanden, bisherige Leistungsträger wie Luca Dürholtz stecken in einer Formkrise. Trainer Böger reagierte und schenkte am vergangenen Wochenende dem 18-jährigen Robin Fluß den Vorzug gegenüber Dürholtz. Ebenso erschwerend kommt die Verletztenmisere in den vergangenen Wochen hinzu. Allein im zentralen Mittelfeld fielen mit Marco Hartmann, Cristian Fiel und Quirin Moll drei wichtige Stützen aus. Stefan Böger musste seine Startelf von Woche zu Woche ändern, sodass sich keine eingespielte Einheit zuletzt präsentieren konnte. Nichtsdestotrotz wollen die Sachsen am Samstag endlich wieder einen „vollen Erfolg“ einfahren und sich somit Selbstvertrauen für das anstehende Pokalspiel gegen den Zweitligisten aus Bochum holen. Doch vorerst gilt die vollste Konzentration auf dem Gastspiel in Duisburg, welches es übrigens seit dem 25.08.2012 nicht mehr gab. Damals gewannen die Dresdner mit 3:1. Mit Torhüter Benjamin Kirsten steht im aktuellen Aufgebot nur noch ein Spieler, der damals in Duisburg den Platz als Sieger verlassen durfte. Gegen eine Wiederholung am Samstag hätten die knapp 1.200 Dresdner-Fans, die sich auf den Weg nach Duisburg machen werden, nichts einzuwenden.

So könnten die Dresdner am Samstag auflaufen

Nach seinem starkem Debüt gegen Fortuna Köln ist Robin Fluß auch in Duisburg ein Kandidat für die Startelf und könnte zusammen mit Mathias Fetsch das defensive Mittelfeldduo bilden. Als einzige Sturmspitze wird Comvalius auflaufen, dahinter ein Trio aus Eilers, Dürholz und Stefaniak. Ob Justin Eilers und Michael Hefele am Samstag fit sind, stand am Donnerstag noch in Frage. Eilers konnte nach einem Schlag auf den Knöchel am Mittwoch trainieren, Hefele musste die Einheit mit Hüftbeschwerden abbrechen.

Und so sieht das taktisch aus: Kirsten – Teixeira, Hefele, Müller, Vrzogic – Fetsch, Fluß – Eilers, Dürholtz, Stefaniak – Comvalius

FOTO: Jens Liebsch

   
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