FCK-Lizenz wieder in Gefahr: Kreditgeber lehnt Finanzplan ab

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Der nächste Akt in der Finanz-Problematik beim 1. FC Kaiserslautern ist offenbar eingeläutet: Laut einem "SWR"-Bericht verweigert die Stuttgarter Firma Quattrex, Kreditgeber des FCK, weitere Zahlungen. Demnach lehnt das Unternehmen den auf Geldern einer regionalen Investorengruppe basierenden Finanzplan der Pfälzer ab. 

FCK bangt um die Lizenz

Für viele überraschend, entschieden sich die Verantwortlichen des 1. FC Kaiserslautern Anfang Mai gegen eine Zusammenarbeit mit dem luxemburgischen Investor Flavio Becca. Stattdessen hatte eine regionale Investorengruppe um Hans Sachs und Klaus Dienes zunächst die Bereitstellung von drei Millionen Euro angeboten, dann weitere 25 Millionen Euro verteilt über fünf Jahre in Aussicht gestellt. Der eingeschlagene Weg könnte sich nun als die falsche Wahl herausstellen.

So favorisierte der Kreditgeber Quattrex, der dem FCK in den vergangenen Jahren bereits Kredite in Höhe von sechs Millionen Euro gewährte, laut SWR den Einstieg Flavio Beccas und sieht bereitzustellende Gelder in Höhe von zwei Millionen Euro in der jetzigen Konstellation nicht mehr ausreichend gesichert. Ohne die Kredite der Stuttgarter Firma klafft beim FCK eine Finanzlücke von drei bis vier Millionen Euro – ein Nachweis der Summe ist Voraussetzung für den Erhalt der Drittliga-Lizenz.

Beirat ist erneut gefordert

Die Zukunft der Roten Teufel steht damit wieder auf enorm unsicheren Füßen. Am Donnerstag muss der FCK-Beirat entscheiden, wie die Marschrichtung hinsichtlich der finanziellen Schieflage aussehen soll. Denkbar allerdings, dass sich bis zur Zusammenkunft des Beirats am Nachmittag bereits neue Tendenzen in den Verhandlungen ergeben haben.

Nicht ausgeschlossen etwa, dass Becca nun doch noch einsteigt. Laut der "Rheinpfalz" soll der Luxemburger, der einen Kredit in Höhe von 2,6 Millionen Euro und weitere 25 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren in Aussicht gestellt hatte, sein Angebot am Mittwoch schriftlich präzisiert haben. Allerdings scheint Becca sein Engagement weiterhin an einen Rücktritt von Beiratsmitglied Michael Littig zu knüpfen. Eine andere Option: Die regionale Investorengruppe schließt die durch den Quattrex-Ausstieg entstandenen Lücke mit weiteren Millionen, um die Lizenz zu sichern. Viel Zeit bleibt dabei nicht mehr, bis zum 28. Mai müssen die Unterlagen beim DFB sein.

   

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