Drittes Remis in Folge: Brand sieht Hansa auf richtigem Weg

Am 15. Spieltag der 3. Liga trennten sich der F.C. Hansa Rostock und die Bundesliga-Reserve des SV Werder Bremen vor 9.900 Zuschauern im Ostseestadion mit 1:1 (1:0). Eine entscheidende Rolle sollte an diesem Nachmittag Rostocks Defensivmann Marco Kofler einnehmen.

Grupe bringt Hansa verdient in Führung

Doch von vorne. Die Gastgeber benötigten erst ein wenig Zeit und eine sehr gute Chance der Bremer (14. Min.), um gut ins Spiel zu kommen. In der 19. Minute noch am Gästekeeper Oelschlägel gescheitert, brachte Stefan Wannenwetsch nur fünf Minuten später eine Ecke genau auf den Kopf von Tommy Grupe, der völlig freistehend zum Führungstreffer einköpfen konnte. Der 24-Jährige bestätigte mit seinem zweiten Saisontreffer einmal mehr seine aufsteigende Leistung. Hansa bestimmte nun die Partie, verlagerte oft das Spiel und ließ Bremen viel laufen. Dennoch erspielten sie sich kaum Chancen und gingen mit dem knappen 1:0 in die Pause.

Bitter: Hansa nutzt Chancen nicht, Bremen gleicht umstritten aus

Nach der Pause verpassten es die Rostocker, den Sack zuzumachen. So vergaben Kerem Bülbül (48.), Stephan Andrist (65.) und Marco Kofler (66.).  Dies sollte sich rächen. In einer äußerst fragwürdigen und im Nachhinein falschen Entscheidung des Schiedsrichters konnten die Gäste zum 1:1 ausgleichen. Nach einem angeblichen Foulspiel im Strafraum, welches die Rote Karte für Marco Kofler zur Folge hatte, verwandelte Eggestein in der 80. Minute per Elfmeter. Aber auch mit einem Mann weniger auf dem Spielfeld, steckte Hansa nicht auf und spielte auf Sieg. "Das ist das Positive, was wir heute mitnehmen können“, erklärte Tobias Jänicke nach dem Abpfiff gegenüber "Hansa-TV". Werder stand trotz Überzahl tief in der eigenen Hälfte und gab sich scheinbar mit einer Punkteteilung zufrieden.

Kofler: So bekommt man leicht einen Stempel aufgedrückt

Die tragische Rolle an diesem Spieltag blieb aber auch nach Abpfiff an Marco Kofler haften. "Ich dachte erst, der Schiedsrichter pfeift auf Stürmerfoul. Dann zeigte er auf den Punkt und greift sich in die Tasche“, berichtete ein sichtlich angeschlagener Kofler. "Es war keine gute Situation für mich.“ Der 27-Jährige, der sich gerade mit seiner guten Leistung gegen Magdeburg wieder ins Team gekämpft hatte, muss nun erneut pausieren. "Es ist echt schade. Ich wollte sehr gern der Mannschaft zeigen, dass ich auch was kann“, erklärte er vor den Kameras. Der Innenverteidiger, dessen Vertrag am Ende der Saison ausläuft, wirkte sehr geknickt auch aufgrund der Tatsache, dass "damit auch schnell mal eine Karriere einen Knick bekommen kann. Bei sechs Spielen, drei gelben und einer Roten Karte, stempeln mich andere Vereine sicher schnell als Rüpel ab. Das ist schade.“

Brand: Sind weiter auf dem richtigen Weg

Zugute halten muss sich das Team von Christian Brand, dass es weitestgehend die Leistungen aus dem Training umsetzen und bestätigen konnte. "Ich bin sehr zufrieden. Wir haben eine klasse Haltung gezeigt, haben alles rausgehauen und waren immer ruhig und konstruktiv gerade gegen die defensive Fünferkette. Wir sind weiterhin auf dem richtigen Weg, aber heute haben wir uns nicht belohnt“, fasste Rostocks Cheftrainer zusammen, bei dem trotz des unberechtigten Elfmeters das Positive überwiegte. Und wahrlich: die Kogge verpasste es, das zweite und wohl auch entscheidende Tor zu erzielen. "Die Chancen waren da, aber wir haben sie nicht nutzen können und dann wird es gegen so einen Gegner schwer“, so Jänicke. Mit dem dritten Unentschieden in Folge rutschten die Hanseaten auf den neunten Rang ab, befinden sich mit 22 Punkten aber immer noch in Schlagdistanz zu den vorderen Tabellenplätzen.

 

   
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