Dritte FSV-Pleite in Folge: Enochs sucht keine Ausreden

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Gegen Fortuna Köln musste der FSV Zwickau die dritte Niederlage in Folge ohne eigenen Treffer hinnehmen. Das Team von Trainer Joe Enochs fand besonders in der ersten Halbzeit keinen Zugriff auf die Partie.

Schlechter Start ins Match

339 Minuten ohne eigenen Treffer liegen nach der Partie bei Fortuna Köln hinter dem FSV Zwickau. Das letzte Tor erzielte Ronny König in der 21. Minute beim Spiel in Münster vor knapp zwei Monaten. "Wir haben uns viel vorgenommen", zeigte sich dementsprechend FSV-Trainer Joe Enochs nach der Partie gegenüber der "Telekom" enttäuscht. "In den ersten 30 Minuten haben wir nicht gut gespielt und nicht das auf den Platz gebracht, was uns stark macht", fasste der US-Amerikaner das Geschehen auf dem Platz im Nachgang zusammen.

Mit der Pleite in Köln musste sich Zwickau dem zweiten direkten Konkurrenten hintereinander geschlagen geben. Mit der Niederlage gegen Braunschweig könne Enochs jedoch besser leben, als nun in Köln, da er mit der Leistung seiner Mannschaft dieses Mal überhaupt nicht zufrieden sei. Wie gewohnt, gibt sich der 47-Jährige offen und ehrlich: "Wir haben da überhaupt keine Ausreden, dass wir – keine Ahnung – gegen den Wind gespielt haben oder so."

"Schiedsrichter kann nichts anderes machen"

Mit Orrin McKinze Gaines II verlor Zwickau kurz vor Schluss noch einen Spieler und musste die Partie in Unterzahl beenden, der Flügelspieler holte sich die Ampelkarte binnen 15 Minuten nach seiner Einwechslung ab. Enochs erkannte Übermotivation und auch Unsicherheit in der Handlung seines neuen Schützlings: "Da kann der Schiedsrichter nichts anderes machen. Da reinzugrätschen ist einfach Unerfahrenheit."

Auch Mittelfeldkollege Nils Miatke zeigte sich nach der Partie einsichtig, bestätigt die Meinung des Trainers: "Das Positivste war, dass es zur Pause 0:0 steht." Besonders an der eigenen Harmlosigkeit vor dem gegnerischen Tor müsse man nun arbeiten, denn "ohne ein Tor zu schießen, kann man keine Spiele gewinnen." Dass für Zwickau noch lange nichts verloren ist, steht auch aufgrund des Nachholspiels gegen den Karlsruher SC (Dienstag, 19 Uhr) außer Frage. Dennoch müsse man nun schnell sein, so Miatke: "Man sieht ja, wie eng das alles zugeht." Nur noch ein Punkt liegt Zwickau vor den Abstiegsplätzen.

   

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