Drei Gründe für die geglückte Premiere der Würzburger Kickers

Viel hat nicht gefehlt und die Würzburger Kickers hätten in ihrem ersten Drittliga-Spiel einen Dreier beim Aufstiegsaspiranten SV Wehen Wiesbaden eingefahren. Am Ende waren sich alle einig, dass einzig die mangelhafte Konsequenz im Abschluss und SVWW-Keeper Kolke einem Würzburger Auftaktsieg im Wege standen. Trotzdem war die Performance der Unterfranken beim 0:0 vor 2.234 Zuschauern in der Wiesbadener Brita-Arena ein deutliches Signal an die 3. Liga. liga3-online.de liefert drei Gründe für die erfolgreiche Drittliga-Premiere der Würzburger Rothosen.

Kompaktes Auftreten

Wie bereits eine Liga tiefer, schickte Bernd Hollerbach seine Elf erneut bestens vorbereitet auf das Spielfeld. Entgegen dem Trend, jeden Gegner bis ins kleinste Detail zu analysieren und einen Gegenplan zu entwerfen, setzt man bei den Kickers auf ein eigenes kompaktes Auftreten – auch in Liga 3. Die Viererkette der Rothosen wackelte nur selten beim Auftaktmatch gegen Spitzenteam SV Wehen Wiesbaden. Im zentralen Mittelfeld konnten sich die Unterfranken nach und nach größere Vorteile verschaffen, sicherlich auch begünstigt durch den Ausfall von Wehens Hoffnungsträger Kevin Pezzoni. Die „zweiten Bälle“ gingen überwiegend an die Würzburger und auch das deutliche Eckenverhältnis von 5:1, sowie die läuferische Überlegenheit in der Schlussphase sprechen für die kompakte Vorstellung des Aufsteigers.

Selbstbewusster Neuling

Der Liga-Neuling agierte von der ersten Minute an mutig und äußerst selbstbewusst. Über große Phasen des Spiels gelang es den Unterfranken auch das Heft in die Hand zu nehmen – ohne Frage keine Selbstverständlichkeit für einen Aufsteiger am 1. Spieltag auf fremden Platz. In Würzburg ist man sich seiner Stärken bewusst und trägt das auch konzentriert aufs Spielfeld. Im zweiten Durchgang wurde das selbstbewusste Auftreten der Kickers dann beinahe mit dem Siegtreffer belohnt. Die Gastgeber zeigten sich durchaus beeindruckt und luden die Würzburger durch grobe Patzer fasst schon zum Toreschießen ein. Ein weiteres großes Plus der Würzburger ist der breite und qualitativ gut besetzte Kader. Jede Einwechslung von Bernd Hollerbach gab dem Spiel zusätzliche Impulse. Schade für die Rothosen, dass durch die verletzungsbedingte Auswechslung von Keeper Wulnikowski (74.) eine weitere Einwechslung eines Feldspielers verhindert wurde. Kickers-Edeljoker Adam Jabiri wäre ein ambitionierter Kandidat für den alles entscheidenden „Punch“ gewesen.

Vielversprechendes Debüt der Neuen

FWK-Trainer Bernd Hollerbach scheint, wie schon im Vorjahr, ein sehr gutes Händchen bei den Neuverpflichtungen zu haben. Zum Ligaauftakt ließ der 45-Jährige vier Neue von Beginn an ran. Insbesondere Innenverteidiger Richard Weil und Defensivspezialist Royal Fennell stellten sich von Beginn an als wichtige Pfeiler im kompakten Spiel der Würzburger heraus. Ex Mainzer Weil hatte bei einem seiner Vorstöße sogar die Führung auf dem Fuß (67.), die jedoch der bestens aufgelegte SVWW-Schlussmann Kolke vereiteln konnte. Mindestens vielversprechende Ansätze ließ auch das neue Kickers-Kreativduo Nagy und Benatelli aufblitzen. In der Schlussphase brachte die Einwechslung des fünften Debütanten Dennis Russ noch einmal frischen Wind ins Offensivspiel des Drittliga-Neulings. Der 23-jährige Neuzugang vom SC Freiburg II setzte in zwanzig Minuten eine ordentliche Duftmarke, die ihn für höhere Aufgaben empfiehlt.

Die Kickers starteten mit einem vielversprechenden Debüt in der 3. Liga, bei dem sie sich zu jeder Zeit auf Augenhöhe mit dem ambitionierten Gegner aus Wiesbaden befanden. Lediglich die Qualitäten im Abschluss erwiesen sich als noch nicht drittligatauglich.

 

   

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Back to top button