"Dramatische Personalsituation" beim SVM: 14 Spieler fallen aus

Neun Spieler in Corona-Quarantäne, zwei Gesperrte sowie drei Verletzte: Der SV Meppen hat für die Partie beim 1. FC Magdeburg am Samstag nach aktuellem Stand gleich 14 Ausfälle zu verkraften. Von einer "dramatischen Personalsituation" ist die Rede.

"Hatte ich so noch nicht"

Schon für die Partie gegen den MSV Duisburg (1:2) am vergangenen Montag war der Kader arg reduziert, nun sind mit Richard Sukuta-Pasu (Quarantäne) sowie René Guder und Florian Egerer (beide gesperrt) nochmal drei weitere Ausfälle hinzugekommen. Ebenfalls nicht zur Verfügung stehen die verletzten Erik Domaschke (nach OP am Sprunggelenk), Thilo Leugers (Reha nach Kreuzbandriss) und Willi Evseev (Achillessehnenriss), außerdem befinden sich Jeron Al-Hazaimeh (Bänderriss im Sprunggelenk), Markus Ballmert, Tobias Dombrowa, Lars Bünning, David Blacha, Beyhan Ametov, Jonas Fedl und Mike Bähre weiterhin in Quarantäne. Freitesten konnte sich bislang niemand, und selbst wenn das bis Samstag noch gelingen sollte, könnte es zeitlich zu knapp werden.

"Die Personalsituation hat sich noch einmal dramatisiert. So eine Situation hatte ich in meiner Trainerlaufbahn im Profifußball noch nicht", wird Schmitt auf der Homepage des SVM zitiert. Angesichts der Vielzahl an Ausfällen hatten die Emsländer am Mittwoch eine Verlegung der Partie beantragt, was vom 1. FC Magdeburg aber abgelehnt worden war. Denn nach den DFB-Regularien hat der SVM immer noch genügend einsatzfähige Spieler (mindestens 16 sind nötig). Außerdem sind beide Mannschaften am kommenden Freitag und Samstag im Landespokal gefordert, sodass eine Verlegung um eine Woche nicht ohne Weiteres möglich gewesen wäre.

Drei U23-Spieler dabei

"Wir müssen die Situation nun mannhaft annehmen", sagt Schmitt, der nicht jammern will: "Wir fahren natürlich nach Magdeburg, um zu punkten." Um aber nicht mit einem zu kleinen Aufgebot beim Tabellenführer anzutreten, haben die Emsländer mit Leon Kugland (Abwehr), Louis Hebbelmann (Mittelfeld) und Jannik Looschen (Angriff) drei Spieler aus der zweiten Mannschaft nachnominiert.

Talente aus der U19 reisen dagegen nicht mit, "da die Mannschaft ein Spitzenspiel zu absolvieren hat", begründet Schmitt und gibt die Marschrichtung vor: "Wir werden trotz der unglaublich vielen Ausfälle emotional, leidenschaftlich und mit hoher Einsatzbereitschaft auftreten." Nach vier Niederlagen in Folge und angesichts der großen Personalsorgen wäre schon ein Unentschieden beim FCM ein großer Erfolg.

   
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