Dotchev nach Klatsche in Rostock sauer: "Haben kollektiv versagt"

Timmy Thiele schwante schon direkt nach der 1:5-Pleite von Viktoria Köln beim neuen Spitzenreiter Hansa Rostock nichts Gutes. "Eigentlich bin ich sprachlos und freue mich schon auf neun Stunden Busfahrt mit richtig toller Laune", sagte der Stürmer nach dem abrupten Ende der Kölner Erfolgsserie mit beißender Ironie.

"Nur eine Mannschaft hat Fußball gespielt“

Trainer Pavel Dotchev nahm kurz danach in den Stadionkatakomben einen Schluck aus seiner Kaffeetasse, lachte nach der Frage zu seiner Analyse kurz höhnisch auf und ließ seine Spieler für die Rückkehr ein heftiges Donnerwetter erahnen: "Ich habe nur eine Mannschaft Fußball spielen sehen, und das war Hansa. Wir haben kollektiv gesagt“, faltete der erfahrene Coach sein Team auf der Pressekonferenz regelrecht zusammen.

Nach der höchst unerfreulichen Rückkehr an seine frühere Wirkungsstätte machte Dotchev über seine Enttäuschung über die wohl brutalstmögliche Landung auf dem Boden der Tatsachen nach dem Höhenflug durch zuvor vier Siegen in Folge kein Hehl. "Wenn wir nach 60, 70 Minuten nicht mehr gekonnt hätten nach zwei Spielen in Unterzahl und einem Tag weniger Pause, wäre das eine logische Erklärung gewesen. Aber dass wir so passiv und ängstlich aufgetreten sind, kann ich nicht verstehen. Wir haben nur Alibibälle gespielt und haben den Gegner zu Kontern eingeladen“, fasste der Deutsch-Bulgare den Kölner Untergang an der Ostsee in deutlichen Worten zusammen.

Bezeichnenderweise konnte die Viktoria erst nach dem Platzverweis für Julian Riedel (80.) in Überzahl und auch nur durch einen Foulelfmeter von Mike Wunderlich (81.) etwas Ergebniskosmetik betreiben.

Mielitz hofft auf Ausrutscher: "Einmal auf den Sack kriegen…."

Der Vorjahresaufsteiger konnte sich im Sturmlauf der Kogge bei Torhüter Sebastian Mielitz für mehrere Paraden und die Verhinderung einer noch höheren Pleite bedanken. "Wir hatten einen Top-Tormann, sonst wäre es noch schlimmer geworden", klammerte Dotchev den Keeper ausdrücklich aus dem "Versager-Kollektiv“ aus.

Mielitz selbst hoffte am "MagentaSport"-Mikrofon auf einen einmaligen Ausrutscher und Wiedergutmachung für die desolate Vorstellung im Heimspiel am Freitag gegen das noch sieglose Schlusslicht VfB Lübeck. "Das war ein Tag zum Vergessen. Aber lieber einmal richtig auf den Sack kriegen, und dann geht es schon wieder weiter.“

   
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