Direkter Wiederabstieg: Bayreuth muss zurück in die Regionalliga

Mit der SpVgg Bayreuth steht der erste Absteiger aus der 3. Liga fest. Nur ein Jahr nach der Rückkehr in den Profifußball müssen die Oberfranken damit zurück in die Regionalliga. Auch der FSV Zwickau ist am Samstag abgestiegen.

Die Zahlen eines Absteigers

Gerade zu Jahresbeginn lebte sie, die Hoffnung auf den Klassenerhalt, nachdem die SpVgg Bayreuth zwischenzeitlich zwölf Punkte aus sieben Spielen geholt hatte und damit ans rettende Ufer gesprungen war. Doch beim 1:4 gegen Viktoria Köln kassierte der Aufsteiger am Samstag die sechste Pleite in Folge und ist angesichts von sieben Punkten Rückstand auf die Nicht-Abstiegsplätze bei nur noch zwei ausstehenden Spielen nun nicht mehr zu retten. Der Abstieg ist die logische Konsequenz einer schwachen Saison. Nur am 3. Spieltag sowie im Anschluss an die eingangs erwähnte Erfolgsserie stand die Spielvereinigung nicht auf einem Abstiegsplatz, gleich acht Mal beendete Bayreuth eine Runde sogar als Schlusslicht.

Auch die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache: So kassierte die Altstadt die meisten Niederlagen aller Teams (23) sowie die meisten Gegentore (77) und erzielte die wenigsten Tore (36). Und das, obwohl Alexander Nollenberger mit neun Toren und sieben Vorlagen zu den Topscorern gehört. Damit war der 25-Jährige an fast der Hälfte aller Bayreuther Treffer in dieser Spielzeit beteiligt. Er wird nun einer von zahlreichen Spielern sein, die Bayreuth verlassen werden. Da bislang nur Torhüter Luca Petzold über einen Vertrag für die Regionalliga verfügt, kündigt sich ein großer Umbruch an. Für Trainer Thomas Kleine war bereits am vergangenen Sonntag Schluss, die Suche nach einem neuen Coach läuft.

Ambitionierter Neuanfang?

Wie sich die Oldschdod in der kommenden Saison aufstellen wird, darüber gibt es intern noch Unstimmigkeiten. Während Geschäftsführer Michael Born zuletzt davon gesprochen hatte, dass in der Regionalliga nur noch "ambitionierter Amateurfußball" möglich sei und dass der Etat aus der Regionalliga-Saison 2023/24 nicht mal im Ansatz erreicht werden könne, forciert Gesellschafter Wolfgang Gruber einen "ambitionierten Neuanfang" und kündigte an: "Wir wollen in der Regionalliga vorne anklopfen." Ob der direkte Wiederaufstieg realistisch ist, lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt allerdings noch nicht einschätzen.

Was das Projekt erschweren dürfte, ist die Tatsache, dass der Meister der Bayern-Staffel auch in der kommenden Saison nicht direkt aufsteigt, sondern zunächst in zwei Entscheidungsspielen gegen den Sieger der Regionalliga Nord antreten muss. Zudem ist die Konkurrenz mit Teams wie dem FC Bayern München II und den Würzburger Kickers groß. Sollte die SpVgg Unterhaching außerdem in den Aufstiegsspielen Anfang Juni scheitern oder vorher freiwillig zurückziehen, hätten die Bayreuther einen weiteren Konkurrenten. Letztmalig hatte sich Bayreuth nach der Saison 1999/1990 aus dem Profifußball verabschiedet und benötigte anschließend 32 Jahre bis zur Rückkehr. Dieses Mal soll es deutlich schneller gehen.

   

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