Direkt Abwehrchef? Winkler legt als Stabilisator und Dirigent los

Der Hallesche FC hat sich mit Alexander Winkler verstärkt, um die Defensive im Abstiegskampf zu stabilisieren. Kurz nach der Bekanntgabe legte der Innenverteidiger direkt los – und berichtet, warum es ihn nicht in Kaiserslautern gehalten hat.

"Mir fehlte ein Spiel"

Als erfahrener Innenverteidiger könnte Alexander Winkler beim Halleschen FC schnell zum Abwehrchef aufsteigen. Schon in der ersten Trainingseinheit dirigierte er lautstark die Kollegen, die eigenen Stärken liegen im Zweikampfbereich und Kopfballspiel. Im Abstiegskampf könnte der 30-Jährige die nötige Ruhe an der Saale hineinbringen. "Deshalb wurde ich geholt und ich bin fest entschlossen, genau das in Training und Spiel einzubringen", zeigt sich Winkler zuversichtlich.

Seit Juli hielt er sich bei der SV Elversberg fit, dafür bedankte er sich ausdrücklich. Denn jetzt kann Winkler in Topform beim HFC loslegen. Dabei hätte eigentlich nicht viel gefehlt, um in Kaiserslautern zu bleiben. "Mir fehlte ein Spiel zur automatischen Vertragsverlängerung", berichtet Winkler, der anschließend ein halbes Jahr lang auf Vereinssuche war. "Lange hieß es, dass mich der FCK halten will. Kurz vor der Relegation kam ein neuer Trainer und als der Aufstieg dann erreicht war, hatten viele Clubs die Planungen bereits abgeschlossen." Für Winkler dauerte es, bis ein überzeugendes Angebot kam.

Winkler will Verantwortung übernehmen

In Halle hat der Innenverteidiger nun seine neue Heimat gefunden. Dass der HFC mitten im Abstiegskampf steckt und lediglich wegen des besten Torverhältnisses über dem Strich steht, stört Winkler nicht. "Vor Verantwortung bin ich noch nie davongerannt. Schaffen werden wir es aber nur gemeinsam", verspricht der 30-Jährige. Einer, den er mit ins Boot nehmen kann, ist Leihspieler Sebastian Müller.

Der Offensivspieler wurde zum dritten Mal von Arminia Bielefeld verliehen, doch auch an der Saale ist der 21-Jährige noch hinter den Erwartungen zurück – ein Tor in 15 Kurzeinsätzen ist nicht der Anspruch, den Müller an sich selbst stellt. In der "Bild"-Zeitung gibt der Stürmer vor, was für ihn in der zweiten Saisonhälfte zählt: "Ich habe große Erwartungen an das neue Jahr. In Zahlen will ich das gar nicht definieren, aber ich will am Saisonende nicht nur den Klassenerhalt feiern, sondern auch für mich sagen können, dass ich mich gesteigert und auf hohem Niveau gespielt habe. Dann wäre ich zufrieden." Der HFC dann sicherlich auch.

   
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