Die Sommer-Neuzugänge im Check #3: Die Transfer-Flops

Insgesamt 234 Spieler wechselten in der vergangenen Sommer Transfer-Periode in die 3. Liga. Mittlerweile wurden 13 Spiele absolviert, Zeit also, die Leistungen der neuen Spieler einmal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Wer war die erhoffte Verstärkung oder hat die in ihn gesteckten Erwartungen sogar übertroffen, wer enttäuschte bislang? In der letzten von drei Ausgaben wirft liga3-online.de einen Blick auf die Flop-Transfers der Liga. Die Spieler sind nach dem Tabellenstand ihres jeweiligen Teams sortiert.

Es wurde nicht schlecht gestaunt, als Arminia Bielefeld den Transfer von Peer Kluge bekannt gab. Die Ostwestfalen sicherten sich mit dem 33-Jährigen die Erfahrung von 220 Erst- und 97 Zweitliga-Spielen. Hinzu kamen sieben Einsätze in der Champions-League. Er war für viele DER Transfer des Sommers. Doch nach 13 Partien fällt das Fazit ernüchternd aus. Nur ein Spiel über 90 Minuten und eine gelb-rote Karte stehen zu Buche. Verletzungsbedingt verpasste er vier Spiele.

Furghill Zeldenrust wurde von Dynamo Dresden kurzfristig für den zum 1.FC Nürnberg abgewanderten Robert Koch verpflichtet. Der 25-jährige Niederländer sollte vor allem den Offensivbereich der Dresdner weiter beleben. Doch bisher kam der in Suriname geborene Rechtsfuß nicht über Kurzeinsätze hinaus (insgesamt 163 Minuten). Zudem plagten ihn immer wieder kleinere Blessuren, sodass er noch nicht richtig in Dresden angekommen ist.

Auch Juri Judt sammelte bereits mehrere Jahre Erfahrung in der Bundesliga. Für den 1. FC Nürnberg und die SpVgg Greuther Fürth lief er insgesamt 141 Mal in den beiden höchsten Spielklassen Deutschlands auf. Doch der Glanz alter Tage scheint auch beim 28-Jährigen längst verflogen zu sein. Viele Fehler, eine rote und fünf gelbe Karten sowie zwei verschuldete Elfmeter stehen beim gebürtigen Kasachen nach elf Partien für Rot-Weiß Erfurt zu Buche. Auffällig ist zudem, dass die gegnerischen Mannschaften größtenteils über die rechte Abwehrseite der Thüringer angreifen – die von Judt.

Mit der Empfehlung von elf Toren und zehn Vorbereitungen wechselte Abdenour Amachaibou im Sommer vom SSV Jahn Regensburg zum SC Preußen Münster. Dort scheint der ehemalige U20-Nationalspieler von Marokko jedoch noch nicht angekommen zu sein. Neun Einsätze – keiner über 90 Minuten – und null Tore sind für einen Spieler seiner Qualität nach diesem Zeitpunkt zu wenig.

Auch Fabian Pawela vom FC Energie Cottbus konnte die in ihn gesteckten Erwartungen noch nicht erfüllen. In den vergangenen beiden Spielzeiten präsentierte sich der Angreifer als zuverlässiger Knipser und Vorlagengeber. Nach zwölf Ligaspielen steht in beiden Statistiken noch eine Null. 

Nach seinem Wechsel zum Halleschen FC im Winter dieses Jahres schlug Francky Sembolo ein wie eine Bombe: Nach dem Ende des Leihgeschäfts konnte der Kongolese acht Tore in 14 Partien nachweisen. Der VfL Osnabrück sicherte sich kurz vor dem Ende der Sommer-Transferperiode die Dienste des 29-jährigen Angreifers. Bislang kam er vier Mal zum Einsatz – jedoch bei der zweiten Mannschaft in der Oberliga. Aufgrund von Fitness-Defiziten konnte er sich Trainer Maik Walpurgis noch nicht empfehlen und wartet noch auf seine erste Drittliga-Minute dieser Saison.

Holstein Kiel dachte, sich mit Patrick Kohlmann eine echte Verstärkung für die linke Seite in der Verteidigung geholt zu haben. Immerhin blickt der fünfmalige irische Nationalspieler unter anderem auf 142 Zweitliga-Duelle zurück. Doch nach sechs Partien über die volle Distanz fand sich der 31-Jährige wegen ungenügenden Leistungen auf der Bank wieder. Seitdem ging es für ihn nur noch einmal über die vollen 90 Minuten, ansonsten wurde der gebürtige Dortmunder nur noch eingewechselt.

Der letzte im Bunde ist Kai Schwertfeger vom F.C. Hansa Rostock. Der 26-Jährige schloss ich vom Karlsruher SC kommend den Norddeutschen an. Als 47-maliger Zweitliga-Spieler sah sich Schwertfeger erhöhten Anforderungen ausgesetzt, aber auch er konnte diese nicht erfüllen. Stand er in den ersten sechs Begegnungen noch in der Startelf, kam er danach nur noch einmal über 90 Minuten zum Einsatz.

FOTOS: Marcus Bölke, Preußen Münster, calcio-culinaria.de

 

   
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