Die Neuzugänge im Check – Teil 4: Die Stürmer

Aktuell pausiert die Dritte Liga, einige Vereine sind jedoch schon wieder in das Training eingestiegen. Im Sommer verzeichneten die 20 Drittligisten über 500 Zu- und Abgänge und seit dem 1. Januar ist auch wieder das Winter-Transferfenster geöffnet. Nach 21 absolvierten Spielen ist es an der Zeit, ein Zwischenfazit zu den Leistungen der Neuzugänge zu ziehen. In der vierten Ausgabe geht es um die besten Stürmer der Liga.

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Stroh-Engel und Onuegbu: Zwei treffsichere Neuzugänge

Sicherlich ist Dominik Stroh-Engel vom SV Darmstadt 98 nicht der modernste seiner Zunft, aber er hat mit mittlerweile 15 Toren in 20 Partien (dazu kommen noch 7 Vorlagen) gezeigt, dass er sehr wohl weiß, wo das gegnerische Tor steht. Somit ist er an zwei Dritteln der Treffer seines Teams beteiligt. Sicherlich haben ihm nicht viele so eine Bilanz zugetraut, als der 28-Jährige im Sommer 2013 vom SV Wehen Wiesbaden zu den "Lilien" wechselte. Sein persönliches Highlight der Saison war sicherlich das Heimspiel gegen den F.C. Hansa Rostock. Der fast zwei Meter große Stürmer konnte sich gleich vier Mal in der Torschützenliste eintragen. Auch Kingsley Onuegbu vom Liganeuling MSV Duisburg kann mit seiner Bilanz aus der ersten Saisonhälfte weitestgehend zufrieden sein. Im Sommer aus Greuther Fürth verpflichtet, schlug der 27-Jährige schnell ein und verzeichnete nach den ersten sieben Spielen ebenso viele Torbeteiligungen. In seinen restlichen 13 Partien traf der Nigerianer noch fünf Mal und ist somit der mit Abstand torgefährlichste Spieler der "Zebras". Auch er symbolisiert nicht den mitspielenden Stürmer, weiß jedoch mit seinem Torinstinkt zu überzeugen.

Der teuerste Neuzugang des Sommers und zwei Stuttgarter mit guten Quoten

Für 600.000 Euro wechselte Yussuf Poulsen vom dänischen Klub Lyngby BK zu Aufsteiger RB Leipzig. Sehr viel Geld für einen frisch 19 Jahre alt gewordenen Spieler. Doch 19 Einsätze sprechen für den U21-Nationalspieler. Das Vertrauen von Trainer Alexander Zorniger zahlte der gebürtige Kopenhagener mit fünf Toren und drei Vorlagen zurück. Eine sicherlich noch ausbaufähige Quote, doch darf das Alter nicht vergessen werden. Marco Grüttner wechselte zwar den Verein, musste wahrscheinlich jedoch nicht einmal umziehen. Von den Stuttgarter Kickers zog es ihm zum Stadtrivalen VfB Stuttgart II. Die Erwartungen an den 18-Tore-Mann der Vorsaison waren hoch. Sieben Mal war der 28-jährige Ludwigsburger bislang erfolgreich, zwei weitere Treffer legte er auf. Seinen Platz bei den Stuttgarter Kickers sollte Elia Soriano einnehmen. Die Fußstapfen, in die der Neuzugang aus Karlsruhe trat, waren groß. Umso erfreulicher dürfte für den 24-Jährigen deshalb sein, dass er bereits an neun Toren des SVK direkt beteiligt war. Bislang kam der Deutsch-Italiener auf 17 Einsätze.

 Rückkehrer Morabit und Pechvogel Brandstetter

Er wollte sich in der 2. Bundesliga durchsetzen, kam jedoch schneller als gedacht zurück in Liga 3. Smail Morabit verließ Rot-Weiß Erfurt und wechselte zum VfL Bochum. Doch die Einsatzchancen schienen nicht gegeben, so schloss sich der 25-Jährige Franzose mit marokkanischen Wurzeln per Leihe dem 1. FC Heidenheim an. Nach 14 Partien kann der Rechtsfuß fünf Treffer vorweisen und ist somit der drittbeste Scorer des Tabellenführers. Simon Brandstetter kam in der aktuellen Spielzeit nur auf neun Einsätze. Dies ist jedoch nicht seinen Leistungen geschuldet, sondern einer hartnäckigen Verletzungen. Bei seinen Partien wusste der 23 Jahre alte Stürmer, der beim Karlsruher SC keine Rolle mehr spielte und sich deshalb dem FC Rot-Weiß Erfurt anschloss, immer überzeugen. Doch ein Leistenbruch und eine anschließende Schambeinentzündung zwingen den ehemaligen U20-Nationalspieler seit September zum Zuschauen. Wann er wieder ins Training zurückkehren kann, ist ungewiss. Seit seinem Ausfall hat die rot-weiße Offensive merklich an Qualität verloren.

FOTO: Claus Krentscher

   
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