Die Nerven liegen blank: SVW-Spieler im Clinch mit den Fans

Bereits nach dem Ende der Premieren-Saison der Dritten Liga im Jahr 2009 und zum Abschluss der Spielzeit 2010/2011 stand Wacker Burghausen als Tabellenachtzehnter als Absteiger in die Regionalliga fest. Die Bayern profitierten jedoch immer davon, dass andere Teams trotz sportlicher Qualifikation im Folgejahr nicht am Spielbetrieb der dritthöchsten deutschen Spielklasse teilnehmen konnten. In diesem Jahr scheint es jedoch erstmals Realität zu werden, dass der Klub vorerst aus dem Profifußball verschwindet. Acht Punkte Rückstand bei noch drei ausstehenden Spielen lassen nur wenig Mut zur Hoffnung zu. "Es bringt jetzt nichts, wenn ich mich hinstelle und sage wir packen es noch", wird Torhüter Stephan Loboué vom Onlineportal "heimatsport.de" wiedergegeben.

Torhüter Loboué zeigt sich verärgert

Nachdem Trainer Uwe Wolf vor einigen Wochen sieben Spieler vom Training suspendierte, sorgte der Verein während des Heimspiels gegen Hansa Rostock (0:1) erneut für Aufsehen, dass den Verantwortlichen nicht passen wird. Die treuen Anhänger des Klubs aus der Westkurve untersagten der Mannschaft jegliche Unterstützung. Beim Gastspiel in Chemnitz vor drei Wochen wurden die Akteure von den mitgereisten Fans sogar als "Derby-Versager" bezeichnet, nachdem sie wenige Tage zuvor einen 2:0-Vorsprung gegen den SSV Jahn Regensburg hergeschenkt hatte. "So etwas habe ich noch nicht erlebt. Wir geben immer alles. Wenn am Ende die Qualität in einem Spiel nicht reicht, dann reicht sie eben nicht", ärgerte sich Loboué über das Verhalten der eigenen Anhänger. Dabei hätten die vielen jungen Spieler gerade in dieser schwierigen Phase die Unterstützung gebraucht. Es ist jedoch deutlich zu spüren, dass der Frust in der 18.000-Einwohner Stadt angesichts des wohl unvermeidbaren Abstiegs groß ist. Am kommenden Samstag hat man beim Auswärtsspiel in Saarbrücken die Chance, zumindest auf dem Platz Wiedergutmachung zu betreiben.

FOTO:  FU Sportfotografie

 
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