DFB folgt Votum: Montagsspiele in der 3. Liga ab 23/24 Geschichte

Die Montagsspiele in der 3. Liga sind ab der Saison 2023/24 Geschichte. Wie der DFB am Mittwochabend bekanntgab, hat der Ausschuss 3. Liga die DFB GmbH Co & Co. KG damit beauftragt, den neuen Medienrechte-Vertrag der 3. Liga ab der Saison 2023/24 ohne Montagsspiele auszuschreiben. Dieser Herausforderung nimmt sich der Verband nun an.

"Montag hat ab 2023/24 keinen Platz mehr"

Mit der Empfehlung an die DFB GmbH Co & Co. KG, die für die Ausschreibung der Medienrechte zuständig ist, folgt der Ausschuss dem Votum der 20 Vereine, die sich bei der Managertagung am vergangenen Donnerstag mehrheitlich gegen die Fortsetzung der Montagsspiele über die Saison 2022/23 ausgesprochen hatten. Elf Klubs – darunter  Kaiserslautern, Zwickau, Magdeburg, Halle, Osnabrück, Braunschweig, Meppen, Saarbrücken und Duisburg – votierten für die Abschaffung, sieben Klubs konnten sich eine Beibehaltung des Termins am Montagabend unter bestimmten Voraussetzungen vorstellen, zwei Klubs enthielten sich.

Die Spiele am Montagabend in der 3. Liga wurden zur Saison 2018/19 ins Spieltagsformat aufgenommen und sorgen seitdem immer wieder für Proteste der Fans. Erst Ende November musste das Spiel zwischen dem SV Meppen und Viktoria Köln aufgrund von Protesten für über zehn Minuten unterbrochen werden. In den beiden Bundesligen waren die Spiele am Montagabend nach Protesten bereits zur laufenden Spielzeit gestrichen worden. Nach der kommenden Saison nun auch in der 3. Liga.

Ausschreibung soll im Sommer beginnen

"Wir haben einen umfassenden Diskussionsprozess mit allen Beteiligten hinter uns. Am Ende steht die klare Erkenntnis: Der Montag hat als Spieltermin in der 3. Liga ab der Saison 2023/2024 keinen Platz mehr", sagt Tom Eilers, Vorsitzender des Ausschusses 3. Liga: "Diesem Meinungsbild haben wir als Ausschuss mit unserer Empfehlung an die DFB GmbH & Co. KG entsprochen." Nun sei es die Aufgabe, die Spieltagsgestaltung an den Wochenenden zu optimieren, um die 3. Liga bestmöglich darzustellen und alle Interessenlagen angemessen zu berücksichtigen, so Eilers. In der Diskussion ist etwa eine zusätzliche Anstoßzeit am Samstag oder Sonntag. Aber auch eine Nutzung der Länderspielpause wurde zuletzt von einigen Vereinen ins Gespräch gebracht, ebenso ein früherer Saisonstart oder die Einführung eines Liga-Pokals. 

Dr. Holger Blask, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb der DFB GmbH & Co. KG, sagt: "Wir respektieren die Entscheidung der 3. Liga und nehmen die Herausforderung an, die sich daraus für die neue Ausschreibung ergibt." Auf Basis der Entscheidung sollen nun Möglichkeiten erörtert werden, "um möglichst attraktive Pakete zu schnüren, die dem Interesse des TV-Publikums und somit den Medienunternehmen Rechnung tragen". Künftig ohne Montagsspiele. Wichtig bleibe aber, Alleinstellungsmerkmale für die 3. Liga herauszuarbeiten, so Blask. Die Ausschreibung der TV-Rechte an der 3. Liga für die Spielzeiten 2023/24 bis 2026/27 soll voraussichtlich im Laufe des Sommers starten und bis Anfang Herbst abgeschlossen sein. Derzeit liegen die Rechte bei der Telekom (Pay-TV) und der ARD (Free-TV).

 
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