11:7! Mehrheit der Klubs für Abschaffung der Montagsspiele

Bei der Managertagung beim DFB hat sich am Donnerstag eine Mehrheit der Drittligisten für die Abschaffung der Montagsspiele ab der Saison 2023/24, wenn der neue TV-Vertrag in Kraft tritt, ausgesprochen.

Sieben Klubs für Beibehaltung

Wie der DFB mitteilte, votierten elf Klubs gegen die Fortsetzung der Montagsspiele in der 3. Liga über die Saison 2022/23 hinaus. Die Namen der einzelnen Vereine nannte der Verband nicht, bislang haben sich mit Kaiserslautern, Zwickau, Magdeburg, Halle, Osnabrück, Braunschweig, Meppen, Saarbrücken und Duisburg aber neun Klubs öffentlich gegen Montagsspiele ausgesprochen. Die Spiele am Montagabend in der 3. Liga wurden zur Saison 2018/19 ins Spieltagsformat aufgenommen und sorgen seitdem immer wieder für Proteste der Fans. Erst Ende November musste das Spiel zwischen dem SV Meppen und Viktoria Köln aufgrund von Fan-Protesten für mehrere Minuten unterbrochen werden. In den beiden Bundesligen waren die Spiele am Montagabend nach Protesten bereits zur laufenden Spielzeit gestrichen worden.

Sieben Klubs stimmten dagegen grundsätzlich für eine Beibehaltung des Termins am Montagabend, verknüpften dies aber mit "gewissen Voraussetzungen", wie es der DFB formulierte. So forderten vier der sieben Vereine, dass "bei den Ansetzungen weiterhin auf eine ausgewogene Verteilung unter allen Drittligisten sowie die Kilometerdistanz zwischen den betreffenden Spielgegnern geachtet" werden solle. Die drei anderen Vereine machen die Befürwortung des Montags "ausdrücklich von den finanziellen Angeboten im Rahmen des TV-Vertrags" abhängig. Sie sprachen sich nach Verbandsangaben dafür aus, das Rechtepaket in zwei Varianten auszuschreiben – einmal mit, einmal ohne Montagsspiele. Zwei Klubs enthielten sich der Abstimmung.

Ball liegt beim Ausschuss

Auf Grundlage der Abstimmung unter den Vereinen wird nun der Ausschuss 3. Liga das Thema Montagsspiele in seiner nächsten Sitzung am 16. Februar abschließend diskutieren. Im Anschluss wird das Gremium eine offizielle Empfehlung zur Paketgestaltung an die DFB GmbH & Co. KG aussprechen, die für die Ausschreibung der Medienrechte zuständig ist. Die Ausschreibung soll frühestens im April beginnen und bis spätestens Anfang Herbst abgeschlossen sein. Der neue Vertrag tritt dann mit Beginn der Saison 2023/2024 in Kraft und umfasst einen Zeitraum von vier Jahren, also bis Ende der Spielzeit 2026/2027. Derzeit liegen die Rechte bei der Telekom (Pay-TV) und der ARD (Free-TV).

"Wir können mit dem bisherigen Prozess sehr zufrieden sein", sagt Tom Eilers als Ausschuss-Vorsitzender. Das Bestreben sei es gewesen, "in Form und Umfang der Beteiligung einen neuen Maßstab im Fußball zu setzen", so Eilers. "Ziel sind größtmögliche Transparenz, die Berücksichtigung aller relevanten Perspektiven und eine maximal fundierte Entscheidungsgrundlage. Wir werden uns nun im Ausschuss intensiv mit dem Meinungsbild auseinandersetzen und daraus den Auftrag für die DFB GmbH & Co. KG ableiten, wie sich das künftige Spieltagsformat in der 3. Liga gestalten soll." Klar scheint: Ohne Spiele am Montagabend dürften die TV-Gelder – derzeit rund 1,2 Millionen Euro pro Klub – sinken. Es sei denn, es wird ein Alternativtermin gefunden. Etwa wie von einigen Vereinen ins Gespräch gebracht am Samstagabend oder an länderspielfreien Wochenenden – diesen Vorschlag machte Eintracht Braunschweig.

   
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