SVWW schaltet Heidenheim aus – Waldhof scheitert knapp

Der SV Wehen Wiesbaden siegte am Sonntagabend mit 1:0 gegen den 1. FC Heidenheim und steht damit als erster Drittligist in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Ersatzgeschwächte Mannheimer müssen nach dem 1:2 gegen Bundesligist Freiburg hingegen die Segel streichen, legten jedoch einen überzeugenden Auftritt hin.

Mannheim 1:2 Freiburg: Starkes SVW-Comeback nicht belohnt

Im einem rein badischen Pokalduell empfing Waldhof Mannheim den Bundesligisten aus Freiburg. Vorab gab es in Mannschaft und Umfeld der Mannheimer zwei positive Corona-Tests, zudem begaben sich zwei Spieler vorsorglich in Quarantäne. Ob aufgrund eines positiven Tests oder aus anderen Gründen: Mit Verlaat, Christiansen und Schuster fehlten SVW-Trainer Patrick Glöckner drei potenzielle Startelfkandidaten. Freiburg machte mit dem Anpfiff klar, in welche Richtung es gehen sollte. Nach einigen guten Aktionen schnappte sich Offensivmann Grifo vor dem Sechzehner den Ball und versuchte es per Rechtsschuss – Latte (12.). Der Waldhof zeigte sich jedoch unbeeindruckt und spielte seinerseits mutig nach vorne. Auch in vielen Zweikämpfen behielt die Glöckner-Elf die Oberhand. Dennoch folgte die kalte Dusche: Petersen köpfte die Kugel nach einem hohen Ball in den Lauf von Kwon, der frei vor SVW-Schlussmann Bartels zur Gästeführung einschoss (19.). Die Luft für den Drittligisten wurde in dieser Phase dünner: In zwei fast identischen Szenen prüfte erst Jeong (23.), dann Petersen die Unterkante der Latte (31.). 

Der zweite Durchgang in Mannheim hatte zunächst wenig zu bieten. Die Freiburger schoben sich die Kugel zu, Waldhof agierte abwartend. Dann jedoch wagte sich der Underdog einmal nach vorne – und wie. Marx nutzte den Raum auf der rechten Seite und schlug eine Flanke in den Strafraum. Dort lief Martinovic ein und versenkte den Ball zum Ausgleich im langen Eck (57.). Mannheim war nun angekommen, das Spiel plötzlich völlig offen. Freiburg fiel über weite Strecken kaum etwas ein, die Vorzeichen standen bereits auf Verlängerung. Dann versetzte SC-Offensivmann Schmid einen Mannheimer Verteidiger an der Strafraumgrenze und platzierte die Kugel flach im linken Toreck (78). Plötzlich stand der SVW wieder mit dem Rücken zur Wand. Die Hausherren erholten sich nicht mehr von dem Rückschlag, am Ende stand eine bittere 1:2-Pleite. 

Wiesbaden 1:0 Heidenheim: Tietz schießt SVWW ins Glück

Zweitliga-Absteiger gegen Fast-Bundesligist hieß es in Wiesbaden. Der SV Wehen empfing den Teilnehmer an den Relegationsspielen um den Aufstieg in das Oberhaus: den 1. FC Heidenheim. Zwar blieb den Brenzstädtern der Aufstieg verwehrt, Favorit waren sie im Pokal-Duell mit dem SVWW dennoch. Umso überraschender, dass Wiesbaden von Beginn an dominierte. Bereits in der 7. Spielminute schüttelte Tietz seinen Gegenspieler ab, umkurvte FCH-Schlussmann Eicher – und verfehlte das leere Gehäuse dann knapp. Die Hausherren blieben am Drücker und wurden immer wieder gefährlich. Die nächste Großchance folgte Mitte des ersten Durchgangs: Korte tauchte frei vor Eicher auf, schob die Kugel aus linker Position aber haarscharf am Pfosten vorbei (22.). Anschließend fand Heidenheim besser in die Partie. Bis zur Halbzeit rieben sich beide Mannschaften in vielen Mittelfeld-Zweikämpfen auf. 

Nach der Pause machte sich der SVWW umgehend wieder auf den Weg in Richtung Heidenheim-Gehäuse. Nach mehreren glücklosen Angriffsversuchen schickte Wurtz den schnellen Kuhn auf die Reise, welcher kurz vor dem Strafraum noch einmal ablegte. Aus dem Rückraum rauschte Tietz heran und donnerte das Leder zur verdienten Führung in das Tor (61.). Heidenheim versuchte daraufhin mehr, brachte die Wehen-Defensive jedoch kaum einmal in Bedrängnis. Es dauerte bis zur 81. Spielminute, ehe der Zweitligist einmal wirklich gefährlich wurde: Schimmer scheiterte aus kurzer Distanz an SVWW-Torhüter Boss. Der Druck auf das Wiesbadener Tor nahm in der Schlussphase deutlich zu. Letztlich brachten die Hausherren die Führung aber über die Zeit und durften jubeln. 

   
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