Pokal: Saarbrücken und Darmstadt schalten Bundesligisten aus!

Der 1. FC Saarbrücken hat sein DFB-Pokal-Spiel gegen den SV Werder Bremen im Ludwigspark mit 3:1 nach Verlängerung (1:1, 1:0) gewonnen. Die Tore für die Mannschaft von Trainer Jürgen Luginger schossen Fischer (45.), Stegerer (105.+1) und Ziemer (111.), bei den Bremern traf Prödl (59.). Darmstadt schaltete Borussia Mönchengladbach vor 16.500 Zuschauern mit 5:4 nach Elfmeterschießen (0:0, 0:0) aus.

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 Darmstadt mit den besseren Nerven im Elfmeterschießen

Die Lilien versteckten sich von Beginn an gegen den großen Favoriten nicht und setzten auch in der Offensive Akzente, blieben aber glücklos. Die Gäste fanden nur selten Lücken in der Hintermannschaft der Hessen und hatten nach einer knappen halben Stunde sogar Glück, dass ein von Stroh-Engel abgefälschter Freistoß im letzten Moment von ter Stegen an den Pfosten gelenkt werden konnte. Im Anschluss nahm das Niveau der Partie immer mehr ab, der SVD hielt super dagegen und so ging es torlos in die Kabinen. Auch nach der Pause hielt die Mannschaft von Dirk Schuster in den Zweikämpfen dagegen und konnte die Partie weiterhin offen gestalten. Vor allem die Defensive überzeugte mit sehr gutem Stellungsspiel und machte es dem Angriff der "Fohlen" sehr schwer. Fünf Minuten vor dem Schluss tobte das Stadion am Böllenfalltor. Nach einem Schuss von Gorka schob Behrens das Spielgerät in die Maschen, stand dabei aber hauchdünn im Abseits. In der Verlängerung investierte der Drittligist zunächst mehr in das Spiel, scheiterte in Person von Stroh-Engel aber aus aussichtsreicher Position. In Hälfte zwei machten die Nordrhein-Westfalen etwas mehr, den Lilien ging die Puste aus, doch es tat sich nichts mehr. Im Elfmeterschießen hielt Jan Zimmermann den Schuss von de Jong, ter Stegen den von Stroh-Engel. Am Ende versagten Thrgota beim Stand von 5:4 die Nerven, als er den Ball aufreizend lässig in das Tor lupfen wollte, aber nur die Latte traf. Der SVD belohnte sich für eine kämpferisch sehr gute und disziplinierte Leistung mit dem Einzug in die zweite Runde des Pokals und darf sich auf weitere Einnahmen freuen.

 

 Saarbrücken bezwingt Bremen nach 120 Minuten

Die Hausherren waren auf die Verteidigung bedacht, kamen nach einer knappen Viertelstunde aber beinahe zum Torerfolg. Mielitz verließ sein Tor und nach einem Missverständnis mit Ekici war es Marcel Ziemer, der allerdings nicht genug Druck hinter den Ball bringen konnte und den Bremer Schlussmann nur anschoss. Es blieb vorerst beim 0:0. In der Folge nahmen die Saarländer das Zepter in die Hand und belohnten sich in der 45. Minute mit dem verdienten 1:0. Nach einem Freistoß von Eggert herrschte erneut Chaos in der Bremer Hintermannschaft. Mielitz kam aus seinem Tor, wurde aber von Makiadi geblockt. Der Ball landete bei Petersen, der den Ball nicht richtig traf und unfreiwillig auf Nils Fischer ablegte. Der 26-Jährige traf mit einem satten Schuss zur Führung für den Außenseiter. Nach dem Seitenwechsel glichen die Hanseaten nach einem Eckball von Ekici aus. Elf Meter vor dem Tor kam Sebastian Prödl unbedrängt zum Schuss und ließ Ochs im Kasten der Saarbrücker keine Chance (59.). Die Bremer waren nun die spielbestimmende Mannschaft, kamen immer öfter zu Tormöglichkeiten. Doch auch die Hausherren hatten durch Korte (71.) und Ziemer (78.) gute Möglichkeiten, erneut in Führung zu gehen. Sekunden vor dem Schluss hatte Göcer die Riesenchance, das Spiel zu entscheiden, schoss den Bremer-Schlussmann aber aus wenigen Metern an. Kurz vor dem Apfiff der ersten Hälfte der Verlängerung nahm Stegerer all seinen Mut zusammen und zog ab. Sein Schuss aus 25 Metern wurde von Fritz unhaltbar abgefälscht – 2:1 für Saarbrücken. Bremen warf nun Alles nach vorne. In der 111. Minute machte Ziemer nach einem Querpass von Kreuels den Sieg für den FCS perfekt. Der Jubel kannte keine Grenzen. Bremen schied somit zum dritten Mal in Folge in der ersten Runde des Pokals gegen einen Drittligisten aus.

FOTO: Claus Krentscher

   
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