Hansa scheidet an einem denkwürdigen Abend aus

Die Überraschung für Hansa Rostock blieb aus. Durch zwei späte Tore siegte Erstligist Hertha BSC Berlin mit 2:0 im Ostseestadion. Während der Drittligist in der ersten Halbzeit noch gleichwertig war, verdiente sich Hertha den Sieg durch eine überlegene Leistung in der zweiten Halbzeit, die durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern zweimal unterbrochen werden musste.

Ereignisarme erste Halbzeit – Hansa beim Handspiel mit dem Glück im Bunde

Hansa fing vor seinem frenetischen Publikum sehr dynamisch an. In den ersten Minuten schnürten die Ostseestädter die Hertha in der eigenen Hälfte ein, ohne allerdings große Möglichkeiten herauszuspielen. Allmählich fügte sich der Bundesligist in der Folgezeit in seine Favoritenrolle, blieb aber im Offensivspiel zu pomadig. In der 19. Minute setzte Esswein eine Volleyabnahme am rechten Strafraumrand neben das Tor. Nur wenige Augenblicke später hätte sich Hansa nicht beschweren dürfen, wenn es nach einem Handspiel im Sechzehner Strafstoß für die Gäste gegeben hätte. Die Pfeife von Schiedsrichter Robert Hartmann blieb in dieser kniffligen Situation allerdings stumm. Im weiteren Verlauf der ersten 45 Minuten kam Hansa nur selten zu Entlastungsangriffen, blieb aber in der Defensive bei den harmlosen Angriffsbemühungen der Hauptstädter sattelfest. Mit einem leistungsgerechten Remis ging es in die Pause.

Zwei Spielunterbrechungen – Hertha knipst spät

Die zweite Halbzeit war nur wenige Sekunden alt, da unterbrach Referee Hartmann die Partie. Im Hertha-Block wurden Feuerwerkskörper gezündet. Die einminütige Pause war der Weckruf für die bis dato stärkste Phase der Berliner. Darida (49.) und Kalou zielten mit ihren Schüssen nur knapp neben das Hansa-Tor. Beide Akteure hatten in der 63. Minute eine weitere Großchance, als erst Darida das Lattenkreuz traf und Kalou wenige Augenblicke später mit einem Seitfallzieher aus knapp zehn Metern an Rostock-Keeper Blaswich scheiterte. Als sich das Geschehen auf dem Feld im Anschluss wieder beruhigte, sorgten unschöne Szenen auf den Rängen erneut für eine Spielunterbrechung. Nachdem im Hansa-Fanblock ein geklautes Banner eines Hertha-Fanclubs präsentiert wurde, zündeten beide Lager Feuerwerkskörper und riskierten nur um Haaresbreite einen Spielabbruch. Nach einer viertelstündigen Pause pfiff Schiedsrichter Hartmann die Partie wieder an. Die lange Unterbrechung tat Hansa nicht gut. Der Drittligist zog sich weit in die eigene Hälfte zurück und ließ Hertha gewähren. Dies sollte sich für die Rostocker rächen. Mitchell Weiser traf für den Favoriten aus der Hauptstadt in der zwölften Minute der Nachspielzeit mit einem satten Schuss von der Strafraumgrenze in den linken Winkel. Eine Führung, die sich abgezeichnet hatte, da Hansa in der zweiten Halbzeit zusehends weniger Offensivaktionen kreieren konnte. Nach dem Führungstreffer verpassten erst Ibisevic und Haraguchi, bevor Ibisevic in der 18. Minute der Nachspielzeit mit dem 2:0 das Spiel entschied. Durch die drückende Überlegenheit in der zweiten Halbzeit ein letztendlich verdienter Sieg für den Bundesligisten in einem Spiel, das durch die zwei Spielunterbrechungen getrübt wurde.

 

 
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