DFB erklärt Leipzig gegen Rostock zum Hochsicherheitsspiel

Wenn RB Leipzig am kommenden Samstag auf den F.C. Hansa Rostock trifft, werden wahrscheinlich rund 20.000 Zuschauer live im Stadion sein. Über 15.000 Tickets wurden insgesamt bereits verkauft.  Alleine aus Rostock werden bis zu 6.000 Anhänger erwartet. Mit ein bisschen Glück wird sogar ein neuer Zuschauerrekord in dieser Saison aufgestellt. Dieser datiert bisher noch vom 3. September, als zur Partie zwischen dem MSV Duisburg und Borussia Dortmund II 21.243 Zuschauer den Weg ins Stadion fanden. Ein neuer Rekord steht aber bereits fest: Rund 500 Ordner werden am Samstag im Stadion für die Sicherheit der Zuschauer sorgen – neuer Höchstwert bei Heimspielen der Leipziger. Auch aus diesem Grund hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die brisante Partie zum "Hochsicherheitsspiel" erklärt.

Bis zu 2.000 Polizisten im Einsatz

Insbesondere die Rostocker Fans müssen sich zudem auf umfangreiche Einlasskontrollen einstellen. "Wir werden aber alles tun, damit es nicht zu Krawallen im Stadion kommt", wird RB-Sicherheitschef Uwe Matthias in der "Bild"-Zeitung zitiert. Das Blatt will zudem auch erfahren haben, dass bis zu 2.000 Polizisten im Einsatz sein werden. Auch wenn sich die Leipziger auf Pressekonferenz am Donnerstag dazu nicht äußern wollten, scheint sicher zu sein, dass aufgrund der Spielverlegung der Partie Erfurt gegen Darmstadt (von Samstag auf Freitag) dementsprechend weitere Polizeibeamten zu Verfügung stehen werden.

"Dafür sorgen, dass wir nach diesem Spieltag stolz auf unseren Verein sein können"

Im Stadion selbst wird es am Samstag zu zwei zuletzt ungewohnten Szenen kommen: Zum einen wurde vor dem Gästeblock ein Fangnetz installiert, um die Spieler vor Wurfgeschossen zu schützen, und zum anderen werden die Rostocker Fans den Gästebereich die ersten sieben Minuten freilassen. “Gemeinsam mit Euch wollen wir aber unsere Ablehnung gegen diesen Verein zum Ausdruck bringen und geschlossen die ersten sieben Minuten die Gästekurve frei lassen. Danach gilt: Gemeinsam das Produkt RB ablehnen, drei Punkte aus Leipzig mitnehmen und das alles mit Hilfe eines imposanten Auftritts”, schreibt die Ultra-Gruppe “Suptras” auf ihrer Homepage. Beim F.C. Hansa hofft man auf ein ruhiges Spiel und hat Thomas Abrokat (Aufsichtsratsvorsitzender) und Michael Dahlmann (Vorstandsvorsitzender) daher einen offenen Brief verfassen lassen:  "Lasst uns dafür sorgen, dass wir nach diesem Spieltag stolz auf unseren Verein sein können. Dass der F.C. Hansa nur deshalb von sich reden macht, weil unsere Mannschaft auf dem Platz eine respektable Leistung und ihr auf den Rängen einen tollen Support gezeigt habt. "

FOTO: Marcel Junghanns / Klettermaxe Photographie / Fototifosi

   
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