DFB bestätigt: Keine Lizenz für den KFC – Meppen bleibt in der 3. Liga

Jetzt ist es offiziell: Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Freitag bestätigte, erhält der KFC Uerdingen keine Lizenz für die kommende Drittliga-Saison, nachdem die Krefelder die Lizenzbedingungen nicht erfüllen konnten. Anstelle des KFC bleibt der SV Meppen in der 3. Liga. Insgesamt sind nun 17 der 20 Startplätze für die neue Spielzeit vergeben.

Zwangsabstieg des KFC besiegelt

Eine Summe von sieben Millionen Euro hätte der KFC bis zum 2. Juni beim DFB hinterlegen müssen, um die Bedingungen für die Drittliga-Lizenz erfüllen zu können. Dies war den Uerdingern jedoch nicht möglich, sodass der KFC nun keine Lizenz erhält, an den letzten Platz der Tabelle gesetzt wird und trotz des sportlichen Klassenerhalts absteigen muss. Den Neustart will Krefeld in der kommenden Saison in der Regionalliga vollziehen. Ob das gelingen wird, ist allerdings offen. Die Viertliga-Lizenz hat der KFC am Freitag zwar erhalten, allerdings steht der Klub nach dem Ausstieg von Investor Roman Gevorkyan vor einer finanziell ungewissen Zukunft.

In den letzten Tagen haben die Verantwortlichen Gespräche mit regionalen Geldgebern und Sponsoren aufgenommen, um diese von einem Engagement beim KFC zu überzeugen, stehen dabei allerdings vor einem schwierigen Spagat. Aus sportlicher Sicht hat Ex-Trainer Friedhelm Funkel Unterstützung angeboten. Ob und in welcher Form diese ausgestaltet sein wird, ist aber noch offen. Klar ist dagegen: Das Insolvenzverfahren ist gescheitert, sodass die KFC Uerdingen 05 Fußball GmbH abgewickelt und danach nicht mehr bestehen wird. Die weitere Planung liegt künftig beim eingetragenen Verein.

Meppen feiert Klassenerhalt

Den frei gewordenen Platz durch den Zwangsabstieg des KFC Uerdingen nimmt nun der SV Meppen ein, der damit in der 3. Liga bleibt. Die Emsländer belegten in der abgelaufenen Saison aufgrund der schlechteren Tordifferenz gegenüber dem KFC Uerdingen den 17. Tabellenplatz und rücken gemäß Paragraph 55a Ziffer 3 der DFB-Spielordnung als erster Absteiger nun nach, da sich die Anzahl der aus sportlichen Gründen abgestiegenen Klubs vermindert. Zuvor hatte der DFB dem SVM die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit für die kommende Saison bestätigt.

Nach Wacker Burghausen (2009), Werder Bremen II (2011), Darmstadt 98 (2013) und dem SC Paderborn (2017) sind die Emsländer bereits der fünfte Verein der Drittliga-Geschichte, der am grünen Tisch in der 3. Liga bleibt. Kurios: Die letzten beiden Klubs sind anschließend in die Bundesliga durchmarschiert. Neben Meppen haben 16 weitere Klubs die Zulassung für die 3. Liga erhalten, darunter auch Aufsteiger Viktoria Berlin, der bis zuletzt aufgrund der ungeklärten Stadionfrage um die Zulassung bangen musste. Seit einer Woche ist aber klar: Ihre Heimspiele werden die Berliner im Jahnsportpark austragen.

Drei Startplätze noch offen

Insgesamt sind nun 17 der 20 Startplätze für die neue Spielzeit vergeben. Die letzten Entscheidungen im Zulassungsverfahren wird der DFB treffen, sobald die Träger der Regionalligen West und Südwest ihren Teilnehmer für die 3. Liga gemeldet haben und die Aufstiegsspiele zwischen dem TSV Havelse (Regionalliga Nord) und dem FC Schweinfurt (Regionalliga Bayern) ausgetragen sind (12. / 19. Juni). In der West-Staffel belegt Borussia Dortmund II nach Abschluss der Saison den ersten Platz, allerdings hatten Rot-Weiss Essen und der SV Bergisch Gladbach Einsprüche gegen mehrere Spielwertungen des BVB eingelegt. Diese wies das Sportgericht des Westdeutschen Fußball-Verbandes am Mittwoch zwar zurück, allerdings kann Bergisch Gladbach noch in Berufung gehen, sodass der Aufstieg des BVB noch nicht endgültig fix ist. Wenngleich die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass die Borussia nach sechs Jahren in die 3. Liga zurückkehren wird. Im Südwesten hat sich der SC Freiburg II die Meisterschaft gesichert, das offizielle Saisonende steht allerdings erst am kommenden Wochenende an.

   
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