11. Juli 2018 um 14:41 Uhr

DFB begründet Einführung von Montagsspielen

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© imago/Eibner

Am 30. Juli ist es soweit: Lotte und Meppen tragen das erste reguläre Montagsspiel der Drittliga-Geschichte aus, 28 weitere Partien am Montagabend werden bis Mitte Mai folgen. Nachdem die Einführung der Montagsspiele in den vergangenen Wochen vor allem bei den Fans für Unmut sorgte, begründet der DFB die Entscheidung nun.

Verbesserung der Erlöse

Ginge es nach den Fans, würden alle Spiele am Samstagnachmittag ausgetragen werden. Doch vor dem Hintergrund der Diskussionen um die wirtschaftliche Stabilität der 3. Liga – gerade im Hinblick auf die TV-Gelder – sah sich der DFB als Liga-Träger in der Verantwortung, "die Erlössituation für die Klubs aus der Liga-Vermarktung zu verbessern." Um eine Steigerung der Erlöse erzielen zu können, sei es notwendig gewesen, "den TV-Partnern interessante Formate anzubieten und ihnen zu ermöglichen, die 3. Liga bestmöglich zu präsentieren."

Dies geschehe, so der DFB, zum einen durch eine zusätzliche Anstoßzeit am Sonntag sowie mit der Einführung des festen Montagsspiels. Mit dieser Ansetzung werde für die 3. Liga im wöchentlichen Live-Fußballprogramm ein eigener fester Ankerplatz geschaffen, "der die Wahrnehmung und die mediale Reichweite der 3. Liga stärken soll", hofft der DFB und betont: "Mehr Anstoßzeiten bedeuten mehr Sendezeiten und mehr Exklusivität. Dieses Ansinnen ist aus Sicht eines TV-Partners verständlich."

DFB will auf ausgewogene Verteilung achten

Durch den neuen TV-Vertrag, der mit Beginn der Saison 2018/19 in Kraft tritt und für die kommenden vier Jahre gilt, "ist eine Steigerung der Erlöse aus der TV-Vermarktung um 25 Prozent im Vergleich zur abgelaufenen Medienrechte-Periode gelungen", rechnet der DFB vor. Im Vergleich zur 2. Bundesliga müsse der DFB dabei "einen tatsächlichen Marktpreis erzielen", denn die 3. Liga könne nicht zusammen mit nachgefragteren Rechten vermarktet werden, wie es bei der 2. Liga mit der Bundesliga der Fall ist. Ein weiterer Punkt sei das Thema Sicherheit: "Eine Entzerrung der Spieltage in den Profi-Spielklassen erleichtert die Umsetzung der erforderlichen Sicherheitsvorgaben", so der DFB.

Die Fans, betont der Verband, sollen aber dennoch nicht vergessen werden. Allen Beteiligten sei bewusst, "dass die Fans mit ihrer Leidenschaft, ihrem Engagement und ihrem Herz für den Fußball zu den wichtigsten Bestandteilen unseres Sports gehören." Im Gegensatz zu vielen anderen Profiligen werde der Spieltag der 3. Liga nur bedingt auf verschiedene Tage verteilt: "Acht von zehn Partien des Regelspieltags werden zu frühen Nachmittagsterminen an Wochenendtagen angestoßen", so der DFB. "Diese Termine erschweren An- und Abreise nicht zusätzlich." Mit Blick auf die Montagsspiele will der DFB zudem auf eine ausgewogene Verteilung der Ansetzungen unter den 20 Vereinen achten.

Völlige Zerstückelung "kein Thema"

Dass die Einführung der Montagsspiele aber vor allem aus wirtschaftlicher Sicht getroffen worden ist, "ist nicht wegzudiskutieren", räumt der DFB ein. Es handele sich dabei aber um eine Entscheidung zu Gunsten der Vereine der 3. Liga, "denn an diese werden die Erlöse aus dem Medienrechte-Vertrag zu gleichen Teilen ausgeschüttet." Eine völlige Zerstückelung des Spieltags sei derweil aber weder im Sinne des DFB noch der Vereine, erst recht nicht der Fans, und ist daher kein Thema, stellt der Verband klar.

 

 
  • O. K.

    Alberne Begründungen, fantechnisch wird es für den arbeitenden Teil schwieriger als solcher aufzutreten.

    Aber das interessiert bei den Geldgeilen in Ffm ja keinen.

  • Pressestelle

    2 Ganz wichtige fragen mal wieder nicht geklärt:

    Wird es eine regionale Begrenzung geben?
    Wieviel höher sind die Erlöse im Vergleich zur letzten Saison? (und welcher funktionär steckt das ein?)

    • Sterneneisen

      Wurde schon beantwortet: Es wird versucht, die Entfernungen möglichst gering zu halten.
      Die 'Erlöse' sind die um 500k höheren TV-Gelder.

      • pressestelle

        rein vom TV geld her 500k€ mehr? eher unwahrscheinlich…(bwin deal und co)

        und mit "wir versuchen es" kann doch auch niemand etwas anfangen. für jeden scheiss gibt es regeln beim fussball (bei der WM sogar dafür welche trinkflache genutzt werden darf) nur die spieltagsplaner können machen was siie wollen. ich verstehe nicht was so schwer daran sein soll einfach vor beginn der saison zu sagen "Am Montag maximal x KM entfernung zwischen den Spielorten"

      • Sterneneisen

        Kannst du dir doch denken, was diese Aussage bedeutet: Wird keinen am Ende keinen kümmern außer den Zuschauern – und die haben schon lange keine Lobby mehr…
        liga3-online hatte im August letzten Jahres berichtet, dass die TV-Gelder von ca. 670 000 auf ca. 1,2 mio. ansteigen werden. Dazu kommen weitere 100 000 für den bwin-Vertrag (da du es ansprichst).

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