"Der Körper war schwach": Meppen geht die Luft aus

Mit dem 1:2 gegen Zwickau ist die Meppener Serie dahin. Nach vier Partien ohne Pleite und Gegentor wurden den Emsländern am Mittwoch die eigenen Waffen zum Verhängnis. Trainer Frings referierte anschließend über die enorme Belastung seiner Spieler, verschob die Zeit für Klagen jedoch auf die kurze Winterpause.

SVM lässt sich von Zwickau imitieren

Erstmals nach der Corona-Quarantäne betrat Zwickau am Mittwochabend wieder das Grün für ein Pflichtspiel. Den Meppener Hausherren bot sich damit eine gefährliche Ausgangslage, wie SVM-Torhüter Domaschke am "Telekom"-Mikrofon erklärte: "Wir wussten ja genau, wie die sich fühlen nach zwei Wochen. So eingekerkert zuhause – da bist du froh, dass du wieder rauskannst. Und dann willst du auch spielen." Tatsächlich erinnerte der Zwickauer Auftritt stark an die ersten Partien des SVM nach der eigenen Zwangspause. "Heute haben wir versucht, das Spiel zu machen, weil Zwickau genau dasselbe Spiel gespielt hat, wie wir es gemacht haben", brachte es Domaschke auf den Punkt.

Nichtsdestotrotz schien Meppen anfangs an die starken Leistungen der letzten Wochen anknüpfen zu können, Rama brachte die Kugel sogar im Tor unter – doch der im Abseits stehende El-Helwe hatte dabei die Sicht des FSV-Torhüters verdeckt. Schiedsrichter Braun gab den Treffer nicht (21.). In der Folge verlor Meppen mehr und mehr den Faden, zudem musste Valdet Rama verletzt vom Feld. "Wir haben dann einfach in der zweiten Halbzweit den einen oder anderen Fehler zu viel gemacht", umriss SVM-Trainer Torsten Frings. Die Folge: Nachdem sich Zwickaus König mit grenzwertigem Körpereinsatz gegen Hassan Amin durchgesetzt hatte, traf Schröter zur Gäste-Führung (51.). Eben dieser Schröter legte Mitte des zweiten Durchgangs den nächsten Treffer nach (68.), El-Helwes Anschluss in der Nachspielzeit reichte nicht für einen Meppener Punktgewinn (90.+4).

"Der Geist war stark, aber der Körper schwach"

Die Fehlersuche fiel den SVM-Akteuren nach Abpfiff nicht sonderlich schwer. Torsten Frings bekannte zunächst ebenfalls, viel von den eigenen Tugenden beim Gegner gesehen zu haben: Zwickau "hat sich hinten reingestellt und auf Konter gewartet". Dass seine Mannschaft damit nicht zurechtkam, habe wenig mit der Einstellung, umso mehr jedoch mit den Belastungen der letzten Wochen zu tun. Immerhin stand am Mittwoch die sechste Partie innerhalb von 22 Tagen an: "Wir haben die Bälle zu leicht verloren und sind dann ausgekontert worden. Man hat heute gesehen: Der Geist war stark, aber der Körper war schwach. Die Jungs sind fix und fertig." Zeit zur ausgiebigen Erholung bietet sich den Niedersachsen aber erst einmal nicht, zwei Spiele sind bis Weihnachten noch zu absolvieren. "Es wird eben auch nicht besser – das habe ich den Jungs auch gesagt. Wir haben eben alle drei Tage ein Spiel. Und da müssen wir jetzt nochmal eng zusammenrücken." Am Samstag wartet mit Lübeck ein direkter Konkurrent.

Gute Nachrichten gab es derweil zu Steffen Puttkammer: Nach seinem im Spiel gegen Mannheim erlittenen Außenbandriss muss der Abwehrspieler nicht operiert werden, wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet. Entsprechend verkürzt sich die Ausfallzeit auf sechs bis acht Wochen. "Es ist ein gutes Gefühl. Jetzt habe ich Gewissheit. Es gibt einen Plan, der wird abgearbeitet. Ich bin optimistisch", so Puttkammer.

   
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